Verkauf mutmaßlicher Fälschungen bei Saalauktionen

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Verkauf mutmaßlicher Fälschungen bei Saalauktionen

Beitragvon Kontrollratjunkie » Freitag 28. November 2014, 02:16

Heute möchte ich ein aktuelles Angebot vorstellen, dass mir bei der 163. Schulz-Auktion aufgefallen ist.

Fälschung Karlsbad Block 1 postfrisch in 163. Schulzauktion November 2014 Ruf 600 EUR.jpg


Die Losbeschreibung lautet:

"SUDETENLAND, Karlsbad, Bl. 1 mit Handstempelaufdruck in Type "III", re. oben mit SST der Ausstellung Bratislava vom 24. 10. 37, rs. mit kpl. einwandfr. postfrisch Originalgummi"

Ausruf stattliche 600 EUR

Nun sind Blocks aus dem Sudetenland immer Raritäten und der Karlsbad Block 1 ist sehr rar und wird immer gut bezahlt. Der Rufpreis erscheint da schon sehr günstig.
Ein paar Dinge stören mich aber an dem Block.
Wieso wird ein im Rand gestempelter Block als postfrisch angeboten ? Maximal die enthaltenen Marken können postfrisch sein.
Wieso sollte ein bereits am 24.10.1937 gestempelter Block dann noch im Oktober 1938 in Karlsbad mit dem Handstempel versehen werden ? So einen Block habe ich jedenfalls noch nie gesehen.
Wieso sollte der Aufdruck echt sein ? Der Sammler von Überdrucken aus Karlsbad wird vermutlich den Punkt im Aufdruck hinter dem "X" vermissen. Dieser Mangel kennzeichnet eine altbekannte Fälschung.
Wieso und das ist der wichtigste Aspekt wird ein Karlsbadblock ohne aktuelles Attest angeboten ? Weil noch nie ein Prüfer welcher Organisation auch immer dafür ein Attest ausgestellt hat ? Warum wohl nicht ?
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Re: Verkauf mutmaßlicher Fälschungen bei Saalauktionen

Beitragvon Kontrollratjunkie » Freitag 13. März 2015, 01:53

Der WAHNSINN geht in die nächste Runde ...

Heute muss ich schon wieder ein aktuelles Angebot bei demselben Auktionshaus vorstellen, mit dem wieder ein angeblicher Karlsbad Block 1 angeboten wird.
Die Losbeschreibung lautet dieses Mal deutlich knapper:

"SUDETENLAND,#Karlsbad,Bl.1 einwandfr.postfr. (ME 4.000,-)"

Ausruf dafür ambitionierte 1000 EUR

Fälschung Karlsbad Block 1 postfrisch in 164. Schulzauktion März 2015 Ruf 1000 EUR.jpg


Auch bei diesem Los erscheint der Rufpreis an sich sehr günstig.
Leider gefällt mir der Aufdruck auch auf diesem Block nicht so wirklich. Auch diesem Block fehlt der Punkt im Aufdruck hinter dem "X". Dieser Mangel kennzeichnet eine altbekannte Fälschung.
Spannend finde ich auch die Tatsache, dass beide Blockmarken mit derselben blauen Stempelfarbe überdruckt wurden. Da hat der Fälscher wohl einen kleinen Fehler begangen ...
Auch dieser Karlsbadblock wird ohne aktuelles oder älteres Attest angeboten. Warum ? Weil auch dieser Block niemals ein Attest erhalten wird.
Immerhin findet die Auktion erst nächste Woche (19.03.2015) statt, vielleicht können allzu vertrauensselige Interessenten noch vorher gewarnt werden.
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