Fälschungsbekämpfung im BDPH vor dem Ende?

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Fälschungsbekämpfung im BDPH vor dem Ende?

Beitragvon MarkusZech » Freitag 20. Juni 2014, 12:18

Auf der Seite des BDPH, die ja seit neuestem auch hier empfohlen wird, bin ich auf folgende Meldung vom 30.5.14
gestossen.

http://bdph.de/index.php?&id=93&backPID ... 467fd73229

Lars Böttger tritt als Fälschungsbekämpfer zurück. Angeblich "berufliche Gründe", .... mmmh ....

Was bedeutet das denn jetzt für die ohnehin nur spärlichen Aktivitäten des Sammlerverbandes in Sachen Fälschungsbekämpfung? Von dem benannten Nachfolger von Lars Böttger, Herrn Schmidt, hat man zumindest auf der Seite des BDPH noch nichts gelesen.

Die letzte Sammlerschutz-Meldung die ich gefunden habe stammt übrigens vom 28.4.14 und wurde von Herrn Peschel eingestellt, vom dem man sich mittlerweile allerdings auch getrennt hat.
http://bdph.de/index.php?&id=93&backPID ... cc333372f1

Auch die Meldungen im BDPH Phila-Kompass enden mit Datum 3.3.14.
http://www.phila-kompass.de/

Als Sammler entsteht mir hier der Eindruck, daß der BDPH das Thema Sammlerschutz scheinbar aufgeben hat.
Was ist da los???
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Re: Fälschungsbekämpfung im BDPH vor dem Ende?

Beitragvon th1975 » Freitag 20. Juni 2014, 13:08

Danke für den Hinweis Markus. Das Lars Böttger von seinem Posten als Fälschungsbekämpfer beim BDPH zurückgetreten ist, ist irgendwie an mir vorbeigegangen. Ich finde es jedenfalls sehr schade. Lars war zwar ein Einzelkämpfer und wohl eher Don Quichotte vergleichbar der gegen Windmühlen anrennt, dennoch hat er einiges angeschoben. Dass der Posten nicht wirklich gleichwertig nachbesetzt wurde, ist natürlich mehr als bedauerlich.
Das man sich von Peschel getrennt hat, ist nicht weiter schlimm. Diese Lücke schliesst sich von selbst.

Offensichtlich kümmert man sich beim BDPH lieber um andere Sachen und produziert anstatt dessen wertlose Sammlerbelege en gross und vertickert dazu passende Lindner Albumblätter :o Man schaue sich mal die Inhalte auf der Startseite an http://bdph.de/
Sollen hier etwa zusätzliche Einnahmequellen generiert werden?

Wenn der Verband schon nichts mehr in Sachen Sammlerschutz unternimmt, möchte ich aber mal ein Lob an das hiesige Team weitergeben. Allein dieses Jahr 2014 habe ich bereits 34 relevante Warnmeldungen gelesen. Find ich persönlich wirklich gut :!:
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Re: Fälschungsbekämpfung im BDPH vor dem Ende?

Beitragvon Dauerserienfreund » Samstag 21. Juni 2014, 00:37

Böse Zungen würden behaupten, daß der Bdph noch nie wirkliche Fälschungsbekämpfung gemacht hat und die sicherlich löblichen Aktionen von Lars Böttger doch wohl eher Feigenblatt-Funktion hatten und keinen wirklich Ernst gemeinten Einstieg in die Trockenlegung des Sumpfes der Fälscher und Gangster darstellten.

Hierzu muss sich wohl jeder Einzelne seine eigene Meinung bilden und die verfügbaren Fakten individuell gewichten. Bei manchen Sammlern habe ich dabei allerdings den Eindruck, daß ihnen die Nachricht über einen neuen Sammlerbeleg lieber und wichtiger ist, als eine Meldung über einen Falschstempel. Wer hört schon gerne schlechte News, wenn der Sammlerverband doch so viele "gute Nachrichten" zu bieten hat.

Verkehrte Welt, aber jeder bekommt eben das was er verdient!
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Re: Fälschungsbekämpfung im BDPH vor dem Ende?

Beitragvon Peter1967 » Samstag 21. Juni 2014, 21:01

Während der Rest der Republik vor dem Fernseher sitzt und der Nationalmannschaft gegen Ghana zusieht, muss ich in die Diskussion mal reingrätschen. Bevor man hier wieder apokalyptische Endzeit-Szenarien schürt, sollte man sich doch erst einmal fragen, was man unter 'Fälschungsbekämpfung' denn überhaupt versteht, wie man 'Fälschungsbekämpfung' operativ aufstellt und wie man diese 365 Tage im Jahr gewährleistet.

Für mich bedeutet ‚Fälschungsbekämpfung‘ primär den Schutz der Sammler vor Angeboten mit betrügerischem Hintergrund. Dazu gehören der Verkauf von manipulierten Marken im weitesten Sinne und der Betrug am Sammler durch den Verkauf wertlosen Schundes (Raubstaaten-Marken, FDC/ETB/Maximumbrief/Belegemüll) insbesondere unter Vorgaukelung angeblicher Wertsteigerungen.

Keine Frage, dass ist ein ziemlich "toughes" Vorhaben, zumal es viel mehr Menschen gibt, die sich mit finsteren Machenschaften die Taschen auf Kosten der Sammlerschaft füllen möchten, als Menschen, die sich diesem unlauteren Treiben tatsächlich entgegenstellen.

Um ‚Fälschungsbekämpfung‘ operativ vernünftig darzustellen, muss man sich in die Vertriebskanäle der Verkäufer einloggen und in letzter Konsequenz alle Angebote am Markt auf legale Aspekte prüfen. Dies beutetet die Kontrolle aller Angebote bei Ebay & Co, auf Online-Webseiten des Handels, die Überwachung der Angebote bei Tauschtagen, Messen, in Ladengeschäften und nicht zu vergessen der zahlreichen kommerziellen Auktionen.

Dass so ein Vorhaben enorme Ressourcen benötigt, wird jedem sofort klar, wenn er sich die Fülle der vielen zehntausend Angebote Tag für Tag vor Augen hält. Der Ansatz des BDPH dies mit nur einem Mann (Hr. Böttger) anzugehen, ist nicht mehr als der hilflose Versuch zumindest so zu tun, als ob man was tun würde. Ehrlicherweise, und das soll an dieser Stelle nicht verschwiegen werden, sind auch die Bemühungen von Internetforen wie Bund-Forum oder StampsX nicht sehr viel mehr, wenn man sich das krasse Missverhältnis von bundesweit geschätzt 8,0 bis 8,5 Mio. Transaktionen und jährlich etwa 200 bis 300 Meldungen im Bereich Fälschungsbekämpfung und Sammlerschutz pro Jahr vor Augen führt. Der Wille ist da, allein es fehlen die Mittel.

So funktioniert nachhaltiger Sammlerschutz also nicht, zumal die nackte „Warnung“ oder „Meldung“ manche Sammler eher abgeschreckt, als pädagogische Lerneffekte zu erzielen. Nach wie vor vertrauen viele der Sammler den arrivierten Verbänden mehr als dem warnenden Zeigefinger weniger Experten. Sicherlich ist auch das ein Ergebnis der jahrzehntelangen „Umerziehung“ der Sammler durch die „große Koalition“ zwischen Sammler- und Händlerverband, die die derzeitige Situation zweifellos mit zu verantworten haben.

Der Schlüssel für eine wirksame ‚Fälschungsbekämpfung‘ hat nach meiner Beurteilung zwei Ebenen:

Die erste Ebene heißt „Information“. Sammler, die informiert sind, sind weniger anfällig für betrügerische Angebote, die sich oftmals als „Geiz-ist-geil-Schnäppchen“ tarnen. Informierte Sammler wissen auch, dass ein gut erhaltener Bedarfsbrief mehr wert ist, als ein für Sammler produzierter Beleg mit aufgedrucktem Stempel, der den Briefkasten nur vom „hören-und-sagen“ kennt. Der informierte Sammler ist kritisch, anspruchsvoll und kennt seine Rechte, insbesondere dann, wenn er doch einmal auf ein betrügerisches Angebot reingefallen sein sollte.

Diese Informationen in geeigneter Form bereit zu stellen, wird damit zur entscheidenden Herausforderung.

Die zweite Ebene heißt „Sanktion“. Egal ob es sich um einen Hobbykriminellen handelt oder um ein Unternehmen, dessen Geschäftsmodell auf Lug und Trug basiert; in jedem Fall sind die verantwortlichen Personen mit der vollen Bandbreite des Gesetzes zur Verantwortung zu ziehen. Der Weg dazu führt neben dem Stellen einer Strafanzeige (Betrug, Urkundenfälschung, Täuschung) zur „Klage auf Schadensersatz“, die den betrogenen Sammler so zu stellen hat, dass er anderen Ortes einen Deckungskauf (Kauf einer gleichwertigen Marke) tätigen kann, sofern der Verkäufer nicht liefert, was er versprochen hat.

Natürlich wird man hier nur wenige Betrüger wirklich zur Rechenschaft ziehen können. Dennoch werden sich diese Urteile und ihre kostspieligen Folgekosten im Kreise der Betrüger herumsprechen und eine abschreckende Wirkung entfalten.

Für beide Ebenen benötigt man keine Verbände, die an einem „informierten Sammler“ ohnehin kein echtes Interesse haben.

Verbände versuchen Abhängigkeitsverhältnisse zu erzeugen, die nur erreicht werden, wenn man seinen Mitgliedern Informationen vorenthält, polarisiert und unliebsame Meinungen wegdrückt. Ob dies die Behauptung ist, dass man „ohne Verbandsmitgliedschaft seine Rechte als Verbraucher nicht wahrnehmen kann“ oder die Annahme, dass „der Ehrenkodex des Händlerverbandes für den Sammler einen Mehrwert bieten würde“. In allen Fällen ist es die „Desinformation“ des Einzelnen, die zur Kohäsion des Ganzen beitragen soll.

Wie es anders gehen kann, zeigen die vielen Internetforen, die seit einigen Jahren neue Wege aufzeigen und frei von Hierarchie und Konformismus, Informationen und Meinungsaustausch für eine rasch wachsende Community bereithalten.

Es ist im Übrigen genau diese offene Pluralität von Meinung und Information, die mich positiv stimmt, dass es auf diesem Weg gelingt uns Sammler vor Lug und Trug zu beschützen und das „Weisheitsmonopol“ der System-Philatelisten zu durchbrechen.
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Re: Fälschungsbekämpfung im BDPH vor dem Ende?

Beitragvon db50 » Dienstag 24. Juni 2014, 15:18

Interessante Analyse von @peter1967, in der ich Gedanken finde, die mir bis dato noch nicht so bewußt waren.

Als Fazit liese sich der Beitrag also wie folgt zusammenfassen:
Fälschungsbekämpfung durch Kontrolle der Verkaufsaktivitäten ist möglich, aber kaum effektiv durchführbar. Der Schlüssel für Fälschungsbekämpfung ist Information durch Internetforen und die Sanktion überführter Übeltäter.

Klingt alles richtig gut. Mich interessiert dennoch die Frage, wie man diejenigen Sammler erreichen will, die mit dem Internet noch nichts anfangen können.
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Re: Fälschungsbekämpfung im BDPH vor dem Ende?

Beitragvon ein Hesse » Donnerstag 26. Juni 2014, 17:34

Ich bin zwar noch neu, aber habe trotzdem eine Meinung zu dem Thema. Vielleicht interessiert es auch andere ;)
Die Sache mit der Fälschungsbekämpfung ist schon so eine Sache. Bei den Tauschtagen drehen die Verkäufer und Sammler zweifelhafte Marken solange bis sich einer findet, der nicht im Anschluß reklamiert.
Im internet auf Ebay oder Delcampe ist das genauso. Marken mit falschem Stempel oder nachgummierte Marken werden solange angeboten bis einer kauft. Wenns schlecht läuft muss der Verkäufer die Marke zurücknehmen und irgendwann steht er auf, der Blödmann, der die Marke chic findet und behält.
Ich hab da so den EIndruck, als ob niemand echtes Interesse an Fälschungsbekämpfung hat. Weder Sammler noch Händler, von daher tun BDPH und APHV so gut wie nichts. Manchmal habe ich sogar den Eindruck, daß man im Verein als Nestbeschmutzer betrachtet wird, wenn man eine Fälschung als das bezeichnet was sie ist. Wenn man einen Händler mit falschen Marken konfrontiert erntet man im günstigsten Fall mitleidiges Lächeln, ich bin aber auch schon übel beschimpft worden. Bei Ebay kann man davon ausgehen das man sofort gesperrt wird, wenn man bei einem Händler vorstellig wird und reklamiert. So geschehen bei einem APHV Mitglied namens Gompf bei mir ums Eck. Böse Sache, mir scheint als Sammler wird man nur als Zahlemann betrachtet.
Von daher sehe ich die Schlagzeile *Fälschungsbekämpfung im BDPH vor dem Ende* gelassen. Wo nichts war, kann nichts vor dem Ende sein. Ich hoffe da wirklich auf die Foren die jedes auf seine Art aktiv sind, um Fälschern auf die Füße zu treten. Es kann eigentlich nur besser werden.
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Re: Fälschungsbekämpfung im BDPH vor dem Ende?

Beitragvon dzsammler » Donnerstag 26. Juni 2014, 21:27

Wenn sich jeder Sammler vor dem Erwerb einer Briefmarke informieren würde, wie er das beim Kauf eines anderen Produktes in der Regel auch macht, hätten es die Ganoven nicht so leicht. Gier frisst Hirn und oft ist der naive Käufer dann selbst Schuld, wenn das Schnäppchen sich als Totalverlust herausstellt.
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Re: Fälschungsbekämpfung im BDPH vor dem Ende?

Beitragvon Dauerserienfreund » Freitag 27. Juni 2014, 16:39

db50 hat geschrieben:Mich interessiert dennoch die Frage, wie man diejenigen Sammler erreichen will, die mit dem Internet noch nichts anfangen können.


Lass uns mal realistisch sein. Ohne Internetanschluß kann man als Ottonormal-Sammler kaum noch aktuell informiert sein. Literatur ist wichtig, keine Frage, aber für aktuelle News muss ich ins WWW.
Ich kann der älteren Generation daher nur raten über den eigenen Schatten zu springen und online zu gehen. Mein Onkel ist 74 und hat das kürzlich auch geschafft. Er ist nach etwas Eingewöhnungszeit ganz erstaunt was es für "tolle Sachen" im Netz gibt. Auf was für Seiten der wohl gelandet ist? :mrgreen:
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Re: Fälschungsbekämpfung im BDPH vor dem Ende?

Beitragvon ZD-Fan » Sonntag 6. Juli 2014, 15:39

Ich hatte mein ganzes Sammlerleben sehr intensive Berührungspunkte mit dem BDPH, aber von "Fälschungsbekämpfung" habe ich dort weder was gehört, noch im Verein oder bei den Messeauftritten des BDPH und seiner Landesverbände tatsächlich mitbekommen. An dem Thema hat doch keiner ein ehrliches Interesse.
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Re: Fälschungsbekämpfung im BDPH vor dem Ende?

Beitragvon Cicero » Dienstag 8. Juli 2014, 19:28

Vor einigen Tagen wurde Herr Dr. Heiko Übler zum Bundesstellenleiter Fälschungsbekämpfung und Sammlerschutz berufen, wie hier nachzulesen:

http://www.bdph.de/index.php?&id=93&bac ... 29e178c8d3

Das, so meine ich, ist doch ein positives Signal.
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Re: Fälschungsbekämpfung im BDPH vor dem Ende?

Beitragvon Dauerserienfreund » Dienstag 8. Juli 2014, 20:12

Cicero hat geschrieben:Das, so meine ich, ist doch ein positives Signal.


Ob das ein POSITIVES Zeichen ist, muß sich erst noch zeigen. ich habe da meine Zweifel. Übler ist auch in der Dphj aktiv und hatte da zum Schluß keinen wirklich guten Ruf.

Wer auf die Webseite von Übler klickt, wird layouttechnisch in die späten 90er Jahre zurückgeschickt :mrgreen:
http://www.ra-uebler.de/index2.html

Ich wünsche allen Sammlern das meine Einschätzung falsch ist.
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Re: Fälschungsbekämpfung im BDPH vor dem Ende?

Beitragvon db50 » Mittwoch 9. Juli 2014, 17:09

Generell ist es sehr zu begrüßen, daß sich ein Jurist um das Thema Fälschungsbekämpfung bemüht. Diese Notwendigkeit wurde insbesondere nach dem reichlich missratenen Artikel des Vorgängers und offensichtlichen Nichtjuristen Herrn Böttger in der Philatelie deutlich.

Zur Erinnerung:
viewtopic.php?f=573&t=15771

Wie ein Einzelanwalt dieser gewaltigen Herausforderung allerdings kapazitätsmäßig gerecht werden soll, muß man mir noch erklären. Der Kollege Übler hat offenbar so viel zu tun, daß seine eigene Webseite einen Aktualisierungsstand Dezember 2012 vorweist. Zudem vermisse ich das Fachgebiet "Kauf- und Vertragsrecht", daß im Rahmen seiner Tätigkeit wohl von besonderer Bedeutung sein dürfte. Besitzt Kollege Übler die hierfür erforderliche Erfahrung?

Ich bin sehr gespannt, wie sich das alles entwickeln wird.
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Re: Fälschungsbekämpfung im BDPH vor dem Ende?

Beitragvon T22 » Donnerstag 10. Juli 2014, 12:30

Ich bin bei dem Namen Dr. Übler etwas erschrocken. Hat der in der Vergangenheit nicht vor allem Händler verteidigt, die versucht haben Sammler über den Tisch zu ziehen und sich in der Folge gegen deren Klagen erwehren mussten?
Ich weiß nicht, ob man hier nicht den Bock zum Gärtner gemacht hat :roll:
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Re: Fälschungsbekämpfung im BDPH vor dem Ende?

Beitragvon zackenbaer » Donnerstag 10. Juli 2014, 18:51

T22 hat geschrieben:Ich bin bei dem Namen Dr. Übler etwas erschrocken. Hat der in der Vergangenheit nicht vor allem Händler verteidigt, die versucht haben Sammler über den Tisch zu ziehen und sich in der Folge gegen deren Klagen erwehren mussten?
Ich weiß nicht, ob man hier nicht den Bock zum Gärtner gemacht hat :roll:


Wo hast du denn diese Information her? Ich halte diese Behauptung für mehr als gewagt.
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Re: Fälschungsbekämpfung im BDPH vor dem Ende?

Beitragvon T22 » Freitag 11. Juli 2014, 12:22

zackenbaer hat geschrieben:Wo hast du denn diese Information her? Ich halte diese Behauptung für mehr als gewagt.


Man hat so seine Quellen :mrgreen: Ich schick dir eine PN.
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Re: Fälschungsbekämpfung im BDPH vor dem Ende?

Beitragvon Redaktion » Freitag 11. Juli 2014, 15:23

zackenbaer hat geschrieben:Wo hast du denn diese Information her? Ich halte diese Behauptung für mehr als gewagt.


Da müssen wir @t22 beispringen. Er hat wohl Recht. Es gibt mindestens einen Fall, der von uns sehr gut dokumentiert wurde, in dem Dr. Übler einen Händler, der versucht hatte einen Sammler zu "übervorteilen", tatsächlich vor Gericht verteidigt hat. Vom "Hören-und-sagen" sind uns weitere ähnlich gelagerte Fälle bekannt. Unserer Kenntnis nach hat Dr. Übler in keinem Fall obsiegt.

@all: Sofern ihr selbst positive oder negative Erfahrungen mit Rechtsanwalt Dr. Übler gemacht habt, schickt mir bitte eine Mail an info@bund-forum.de. Je konkreter, desto besser.
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Re: Fälschungsbekämpfung im BDPH vor dem Ende?

Beitragvon ein Hesse » Samstag 12. Juli 2014, 12:29

Einem Anwalt ist es völlig egal ob er die Interessen eines Sammlers oder eines Händlers vertritt. Hauptsache die Kasse klingelt. Moralische Aspekte berücksichtigen hierbei nur die wenigsten Anwälte.
Daß der BDPH sich für so eine Person als Ansprechpartner für Fälschungsbekämpfung entscheidet ist ein weiteres Indiz dafür, daß es dieser Organisation nicht um die Vertretung der Sammlerinteressen geht. Ganz traurig :(
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Re: Fälschungsbekämpfung im BDPH vor dem Ende?

Beitragvon ZD-Fan » Samstag 12. Juli 2014, 19:48

db50 hat geschrieben:Generell ist es sehr zu begrüßen, daß sich ein Jurist um das Thema Fälschungsbekämpfung bemüht.


Ich halte die Wahl eines Juristen/Anwalts als Leiter der Fälschungsbekämpfung für falsch. Ein Anwalt hat immer ein monetäres Eigeninteresse und wird tendenziell immer versuchen aus einem "Problem" einen "mandatierten Fall" zu machen. Schließlich lebt ein Anwalt genau davon.

Meine Frage lautet daher: gibt es in ganz BDPH-Land keinen wirklich geeigneten Philatelisten, der bereit ist sich zu engagieren und über die notwendige Fachkompetenz verfügt? Oder besser noch: wieso greift der BDPH in der Fälschungsbekämpfung eigentlich nicht auf die bereits vorhandene Kompetenz der Foren (wie Bund-Forum oder StampsX) zurück?
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Re: Fälschungsbekämpfung im BDPH vor dem Ende?

Beitragvon Dauerserienfreund » Sonntag 13. Juli 2014, 15:18

Bei dem Namen Übler bin ich auch etwas erschrocken. Was da auch alles passiert ist, man sollte den einfach mal machen lassen. Vielleicht werden wir ja alle positiv überrascht.
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Re: Fälschungsbekämpfung im BDPH vor dem Ende?

Beitragvon zackenbaer » Montag 14. Juli 2014, 16:18

Dauerserienfreund hat geschrieben:Bei dem Namen Übler bin ich auch etwas erschrocken. Was da auch alles passiert ist, man sollte den einfach mal machen lassen. Vielleicht werden wir ja alle positiv überrascht.


Ich denke auch, daß man erst mal abwarten sollte ob und was Hr. Übler bewegt. Etwas Vorschußvertrauen hat jeder verdient, der sich so einer Aufgabe stellen möchte.
Und wenns nicht läuft, ist zum Meckern ist ja dann immer noch genug Zeit ;)
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Re: Fälschungsbekämpfung im BDPH vor dem Ende?

Beitragvon Marko » Dienstag 15. Juli 2014, 12:03

Das Thema Herr Übler ist schon wieder Geschichte:

http://bdph.de/index.php?&id=93&backPID ... 8704a8b5e4
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Re: Fälschungsbekämpfung im BDPH vor dem Ende?

Beitragvon th1975 » Dienstag 15. Juli 2014, 18:22

marko hat geschrieben:Das Thema Herr Übler ist schon wieder Geschichte:

http://bdph.de/index.php?&id=93&backPID ... 8704a8b5e4


Das kann doch nicht wahr sein? :( :o :shock: :cry:
Haben sich beide Seiten denn vorher nicht mal zusammengesetzt und ihre Erwartungen ausgetauscht? Für mich wirkt das aus der Distanz alles sehr unprofessionell. Den Schaden hat jetzt wieder der einfache Sammler.
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Re: Fälschungsbekämpfung im BDPH vor dem Ende?

Beitragvon zackenbaer » Dienstag 15. Juli 2014, 21:06

marko hat geschrieben:Das Thema Herr Übler ist schon wieder Geschichte:

http://bdph.de/index.php?&id=93&backPID ... 8704a8b5e4


Eine ganz üble Sache :roll: :roll: :roll:
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Re: Fälschungsbekämpfung im BDPH vor dem Ende?

Beitragvon Dauerserienfreund » Mittwoch 16. Juli 2014, 12:05

Schade, dass das so gelaufen ist. Hätte sich beide Parteien nicht vorher mal "zusammensprechen" können?
So bleibt der Eindruck einer Hauruck-Aktion. Wieder einmal wurden seitens des BDPH Erwartungen geweckt, die man nun nicht erfüllen kann. Medial ist das ohnehin der Supergau. Wie das jetzt wohl weiter geht?
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Re: Fälschungsbekämpfung im BDPH vor dem Ende?

Beitragvon T22 » Mittwoch 16. Juli 2014, 21:10

T22 hat geschrieben:
zackenbaer hat geschrieben:Wo hast du denn diese Information her? Ich halte diese Behauptung für mehr als gewagt.


Man hat so seine Quellen :mrgreen: Ich schick dir eine PN.


Meine Quelle hatte Recht :mrgreen: Dass das aber so schnell geht ... ;)
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