Warum Philatelist werden? WPHV verrät 10 gute Gründe!

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Warum Philatelist werden? WPHV verrät 10 gute Gründe!

Beitragvon Redaktion » Freitag 7. August 2015, 18:30

Dass es sich bei dem WPHV um einen wirklich vorbildlichen und innovativen Briefmarkenverein handelt, der sich seit Jahren viele gute Gedanken um eine nachhaltige Philatelie macht, ist zumindest für die Bund-Forum Mitglieder kein Geheimnis. Daher ist der Betreiber dieses Forums, die Bund-Forum Medien- und Verlagsgesellschaft mbH, Fördermitglied des WPHV.

Dass der WPHV auf seiner Facebook-Seite 10 gute Gründe dafür gibt, wieso man allen Widrigkeiten zum Trotz, Philatelist werden sollte, ist ein toller Beleg für die Vorreiterrolle des WPHV. Hier macht sich ein kleiner Verein Gedanken über Dinge, die sich eigentlich der sehr viel größere BDPH machen sollte.

Man kann zu einzelnen Punkten mitunter geteilter Meinung sein, dennoch teilen wir diesen wertvollen Beitrag gerne hier im Forum.


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Warum Philatelist/in (werden)?

Philatelie als Konzentrations- und Motoriktraining:
Durch das Arbeiten mit Pinzette, Katalog und Lupe wird die Konzentration und die Feinmotorik gestärkt: Daher werden beispielsweise in unseren hektischen (ADHS-) Zeiten Briefmarken-AGs in Schulen offiziell gefördert.

Philatelie als Lernmittel und Förderer der Allgemeinbildung:
Briefmarken werden nicht aus „Jux und Tollerei“ herausgegeben, sondern nur für bestimmte Anlässe. Man be-schäftigt sich mit diesen Anlässen und lernt nebenbei und spielerisch Geschichte, Geografie, Kultur, Religionen, Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Forschung, Literatur usw. kennen.

Philatelie als Integrationskatalysator und Kulturvermittler:
Durch das Sammeln von Briefmarken kommt die ganze Welt ins Wohnzimmer: Man entdeckt fremde Kulturen (z.B. über ausländische Briefmarken), man beschäftigt sich damit und lernt dadurch diese auch zu verstehen. Ein großer Teil der aktiven Briefmarkensammler pflegt internationale und interkontinentale Kontakte – denn nur so kann die Sammlung verbessert werden. Die Philatelie steht von Beginn an für Globalisierung von Sammlern wie auch von Ländern (der 1874 gegründete Weltpostverein ist eine der ältesten internationalen Organisationen).

Philatelie als aktives Hobby und Gehirntraining:
Beim Sammeln von Briefmarken muss man selber aktiv werden und sich damit beschäftigen. Durch die aktive Gehirnarbeit bleibt man rege und geistig fit – und dies auch noch i.d.R. im hohen Alter.

Philatelie als Kunst- und Werbeträger der Extraklasse:
Briefmarken sind Visitenkarten eines Landes. Auf wenigen Quadratzentimetern wird attraktiv geworben. Für die Briefmarkendesigner ist dies eine große Herausforderung. Briefmarken gelten als zeithistorische Kunstwerke der Extraklasse und werden daher oft publiziert (z.B. in Artikeln bei wikipedia).

Philatelie als Spiegel des Weltgeschehens:
Es gibt Hunderttausende verschiedene Briefmarken. Dazu noch Stempel, ob Freistempler, normale Tages-, Werbe- oder Sonderstempel, dann Ganzsachen, Briefe und anderes mehr. In dieser Fülle findet sich genügend Material zu jedem Thema dieser Welt.

Philatelie als spannende Entdeckungsreise:
In der Philatelie gibt es immer was zu entdecken. Speziell durch das Internet ist dabei der Einstieg (z.B. Wie und Was sammeln?) und das Vertiefen (z.B. Forschungsarbeit) in die Philatelie so leicht und so günstig geworden wie noch nie (z.B. Info-Recherchen, Philatelie-Foren, Gleichgesinnte finden, Internet-Auktionen usw.). Über Spezialisierungen kann man mit relativ wenig Aufwand unerforschtes Terrain betreten und dort Pionierarbeit leisten (z.B. Motivsammlung zum eigenen Beruf, Postgeschichte des Heimatortes, Deutsche Feldpost Afghanistan usw.).

Philatelie als Förderer des häuslichen Friedens:
Briefmarkensammler gehen ihrem Hobby zu Hause in aller Ruhe nach, bei „Auswärtsspielen“ (z.B. an Tausch-abenden) ist man unter sich, keine Kneipen (-bekanntschaften) usw. – sprich: der Philatelist ist „weg von der Straße“ und stört zu Hause nicht. Und: Briefmarken nehmen relativ wenig Platz in der Wohnung weg und for-dern keine Aufmerksamkeit, Zeit, Pflege, laufende Fixkosten (wenn man im klassischen Sinne sammelt und sich nicht Abonnements frei Haus liefern lässt) usw. wie beispielsweise Haustiere, sondern die Briefmarken warten geduldig und ohne Meckerei auf ihren Einsatz, ob täglich oder einmal im Jahr(zehnt) – den Briefmarken ist es egal.

Philatelie als ideales Beruhigungsmittel vom stressigen Alttag:
Das Alltagsleben (ob im Beruf oder privat) wird immer hektischer, stressiger, komplexer – sprich nervenaufrei-bender. Die Philatelie ist ein Gegenpol zu dieser Welt und hilft als Beruhigungsmittel „runterzukommen“. Es gibt Ärzte, die empfehlen daher gestressten und herzinfarktgefährdeten Patienten die Philatelie als Medizin.

Philatelie als Qualitätskontakter:
Durch Briefmarkensammeln lernt man Gleichgesinnte (wenn auch meist männlichen Geschlechts) kennen. Was diese Gleichgesinnten eint, ist nicht nur das gemeinsame Hobby, sondern auch eine gewisse Seelenverwandtschaft durch die Liebe zu diesem heute eher exotischen Hobby. Fußball-Fans gibt’s überall, aber Philatelisten?

Philatelie als Wertanlage und als „Aktie des Kleinen Mannes“:
Das war einmal zu Großvaters Jugend (wenn überhaupt). Heute gibt es die Polarisierung auch in der Philatelie: Die „Blaue Mauritius“ und seltene 1A-Qualitätsware (z.B. Eckrandstücke aus 100er Bögen mit vollem Bedarfsrund¬stempel) werden immer teurer, der ganze Rest (99,9 %) immer billiger: Man bekommt heute Briefmarken regel¬recht „nachgeschmissen“. Doch mit den drei „Köpferischen Kriterien“* KONZENTRATION (auf ein Gebiet), QUALITÄT (auf Top-1A-Ware) und WISSEN (über sein Sammelgebiet) kann man auch heute noch werthaltige Sammlungen aufbauen. Für die meisten Marken und -Sammlungen gilt jedoch, dass sie zwar im Sinne von Euros sehr wahrscheinlich an Wert verlieren werden, jedoch trotzdem wertvoll sind im Sinne von Spaß und Freude lebenslang...

Summa Summarum: Noch nie war Philatelie so toll wie heute!

Quelle: Württembergischer Philatelistenverein (WPHV)
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