Dr. Fischer droht mit Klage gegen Bund-Forum

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Dr. Fischer droht mit Klage gegen Bund-Forum

Beitragvon Redaktion » Montag 31. Juli 2017, 12:54

Dr. Fischer, Inhaber des Auktionshauses Fischer in Bonn, droht mit einer Klage gegen das Bund-Forum.

Stein des Anstoßes ist eine Äußerung des Users "markuszech" im Thread "VP entfernt eigene Prüfordnung von Webseite":

markuszech hat geschrieben:Informierte Prozessbeobachter wundern sich darüber hinaus, dass Frau Ney den Prüfauftrag für die beiden Briefe für gerade einmal 0,3% des Katalogwertes angenommen hat. Auftraggeber für die Prüfung soll angeblich Dr. Fischer, Bonn gewesen sein. Übliches Entgelt in der Branche sind normalerweise 3 bis 4% des Katalogwertes vom Prüfstück. Wieso sich ein VP-Prüfer bei einer derartig riskanten Prüfung zum "Dumpinghonorar" verdingt, ist für mich nicht nachzuvollziehen.


Quelle: viewtopic.php?f=658&t=24962&p=70780#p70780

Dr. Fischer ist der Ansicht, dass der Beitrag von User "markuszech" den Straftatbestand der "Üblen Nachrede" nach StGB §186 erfüllen würde und verlangt daher die Löschung des Beitrages und die Sperrung des Users "markuszech".

Insbesondere scheint sich Dr. Fischer an der Formulierung zu stören, "der Prüfauftrag sei für 0,3% des Katalogwertes von Fr. Ney angenommen worden".

Einen Beweis für seine Aussage, er hätte einen derartigen Prüfauftrag nicht erteilt, blieb Dr. Fischer auf Nachfrage jedoch schuldig. Ebenso konnte Dr. Fischer nicht darlegen, wieso die Aussage, er hätte eine Prüfleistung sehr günstig erworben, seiner Ansicht nach eine "Üble Nachrede nach StGB 186 darstellen soll.

Wir sind der Ansicht, dass wir nicht verpflichtet sind die Aussagen von Usern auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu prüfen, zumal uns dies aufgrund der Vielzahl der Fälle weder zuzumuten ist, noch tatsächlich möglich wäre. Die wohl allermeisten Aussagen die User in unserem Forum formulieren, entziehen sich für uns einer weiteren Verifizierung. Ob Dr. Fischer daher tatsächlich für 0,3% des Katalogwertes hat Briefmarken bei seiner VP-Kollegin Ney hat prüfen lassen oder nicht, ist für uns daher nicht von primärem Interesse, zumal in diesem Fall Behauptung gegen Behauptung steht.

Eine Prüfung von Beiträgen erfolgt durch unser Redaktionsteam ausschließlich dahingehend, ob diese straftatrelevante Passagen oder Formulierungen beinhalten, die gegen Gesetze der BR Deutschland verstoßen.

Dies ist in dem vorliegenden Sachverhalt erkennbar nicht der Fall.

Die Äußerung von "markuszech" ist unserer Ansicht nach durch das Recht auf Meinungsfreiheit gedeckt. Das Löschungsersuchen von Dr. Fischer war daher abzulehnen.

Da wir als Forenbetreiber in dem vorliegenden Sachverhalt einen sehr interessanten Präzedenzfall erkennen, es geht in letzter Konsequenz immerhin um die Grundrechte "Presse- und Meinungsfreiheit", haben wir Dr. Fischer in unserer Stellungnahme geraten, seine offensichtlich anderslautenden Ansichten gerichtlich zu verfolgen.

Wir werden an dieser Stelle über den Fortgang der Auseinandersetzung weiter berichten.
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Dr. Fischer verklagt Bund-Forum

Beitragvon Redaktion » Dienstag 12. September 2017, 12:39

Nun ist es offiziell. Dr. Fischer verklagt tatsächlich das Bund-Forum wegen der Äußerung unseres Mitgliedes @markuszech.

Markus schrieb am 12.07.2017:

viewtopic.php?f=658&t=24962&p=70780#p70780

Informierte Prozessbeobachter wundern sich darüber hinaus, dass Frau Ney den Prüfauftrag für die beiden Briefe für gerade einmal 0,3% des Katalogwertes angenommen hat. Auftraggeber für die Prüfung soll angeblich Dr. Fischer, Bonn gewesen sein. Übliches Entgelt in der Branche sind normalerweise 3 bis 4% des Katalogwertes vom Prüfstück. Wieso sich ein VP-Prüfer bei einer derartig riskanten Prüfung zum "Dumpinghonorar" verdingt, ist für mich nicht nachzuvollziehen.


Dr. Fischer fühlt sich durch den Beitrag von Markus offenbar verunglimpft und beharrt auf einer Löschung des Posts. Er gab im Rahmen des Schriftverkehrs zudem an, "beweisen zu können, dass die Behauptung von Markus unwahr wäre". Den Beweis blieb Dr. Fischer auf unsere Nachfrage hin, jedoch bis heute schuldig.

Vertreten wird Dr. Fischer im Übrigen durch Rechtsanwalt Ziar Kabir aus Bad Honnef, einem Newcomer in der Philatelieszene. Herr Kabir ist seit Sommer 2017 Jurist des Versteigererverbandes BDB.

Über die Frage, ob es sich bei Fischers Klage um eine Retourkutsche für die wiederholt kritische Berichterstattung des Bund-Forums über den Prüferverein "VP" handelt, dessen Mitglied Dr. Fischer ist, darf spekuliert werden.



---
Alle Informationen zum "VP" und seinen Mitgliedern:
viewtopic.php?f=658&t=24962&p=70780#p70780
viewtopic.php?f=124&t=24013&p=67543#p67543
viewtopic.php?f=658&t=23007&p=64154#p64154
viewtopic.php?f=658&t=22904&p=63891#p63891
viewtopic.php?f=124&t=22430&p=62422#p62422
viewtopic.php?f=658&t=22282&p=62091#p62091
viewtopic.php?f=124&t=21972&p=61257#p61257
viewtopic.php?f=658&t=21614
viewtopic.php?f=658&t=21394&p=59831#p59831
viewtopic.php?f=124&t=20296&p=57797#p57797
viewtopic.php?f=658&t=20052
viewtopic.php?f=658&t=20032
viewtopic.php?f=658&t=20012
viewtopic.php?f=124&t=18056&p=52945#p52945
viewtopic.php?f=124&t=17803&p=52545#p52545
viewtopic.php?f=658&t=17486&p=51770#p51770
viewtopic.php?f=658&t=17161&p=50971#p50971
viewtopic.php?f=124&t=16877&p=50310#p50310
viewtopic.php?f=573&t=16626
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Re: Dr. Fischer verklagt Bund-Forum

Beitragvon bundsammler » Dienstag 12. September 2017, 17:23

Zu Fischer stehe ich seid der Aufnahme seiner Prüftätigkeit für den VP generell sehr kritisch, einfach weil der VP für mich als Philatelist keine ernst zunehmende Adresse ist und das sehr viel über einen Händler/Auktionator aussagt, wenn er meint sich dort verdingen zu müssen.
Die Nummer jetzt, setzt der Sache aber noch die Krone auf. Diese Klage ist mMn in keinster Weise nachvollziehbar. Auch wenn ich kein Jurist bin, frage ich mich was an der Aussage von Herrn Zech den "strafwürdig" sein soll?
Stimmt die Aussage von Herrn Zech, ist der Fall eh durch. Stimmt die Aussage nicht, wurde Dr. Fischer eben nicht der "günstigen Prüfung von Briefmarken bei einer VP-Kollegin überführt". *Achtung Ironie*
Also was soll das Ganze? Es ist mMn doch naheliegend, dass es hier um etwas anderes geht. Für mich als Sammler ist es daher gut, dass es auch noch andere Auktionshäuser gibt.
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Re: Dr. Fischer verklagt Bund-Forum

Beitragvon Inflaspezi » Dienstag 12. September 2017, 17:42

Ich frage mich gerade, wieso Hr. Fischer nichts besseres zu tun hat, als einer komplett banalen Aussage eines (sorry @markuszech) ebenso banalen Forenteilnehmers hinterher zu klagen? Damit schafft er doch erst Aufmerksamkeit.

Oder will Fischer damit etwa von dem Prüfversagen von Frau Ney ablenken, die durch ihre Falschprüfung der beiden Saar-Briefe einen Sammler um viele tausend Euro geschädigt hat. Man wird sehen wie das ausgeht. Ich habe da allerdings schon eine Prognose ;)

Sehr vorbildlich finde ich jedenfalls, daß das Bund-Forum nicht gleich in vorauseilendem Gehorsam alles möglicherweise zu beanstandende löscht, wie das andere Foren teilweise machen, sondern seinen Grundsatz "Meinungsfreiheit in den gesetzlichen Grenzen" offenbar tatsächlich lebt.
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Re: Dr. Fischer verklagt Bund-Forum

Beitragvon th1975 » Mittwoch 13. September 2017, 11:14

Was ist das für ein "Philatelist" der gegen ein philatelistisches Forum aus nichtigstem Anlass zu Felde zieht?

:roll:
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Re: Dr. Fischer verklagt Bund-Forum

Beitragvon Dauerserienfreund » Mittwoch 13. September 2017, 17:27

th1975 hat geschrieben:Was ist das für ein "Philatelist" der gegen ein philatelistisches Forum aus nichtigstem Anlass zu Felde zieht?

:roll:


Dr. Fischer ist kein Philatelist, sondern primär erst einmal ein knallharter Geschäftsmann, der mit Philatelie seinen Broterwerb betreibt. Wieso er sich an dem Post von @mz stört, erschließt sich mir allerdings auch nach intensivster Lektüre nicht.
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Re: Dr. Fischer droht mit Klage gegen Bund-Forum

Beitragvon Württemberg-Sammler » Mittwoch 13. September 2017, 20:47

Zwar gibt es den Spruch: "Wer sich nicht wehrt, der lebt verkehrt" - aber in diesem Fall ist es Negativ für Herrn Dr. Fischer, auch dann, wenn er den Prozess gewinnen sollte.

Positiv ist zu bewerten, dass sich der Betreiber des Bund-Forums nicht einschüchtern lässt und es auf ein Urteil ankommen lässt.
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Re: Dr. Fischer droht mit Klage gegen Bund-Forum

Beitragvon roschc » Donnerstag 14. September 2017, 12:45

Prozess gewinnen
Wenn es überhaupt zum Prozess kommen wird...

Und wenn ja, wird er den Prozess natürlich gewinnen, da er ja zum Beweis (irgend)eine Rechnung vorlegen kann, der Forenschreiber aber nicht.
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Re: Dr. Fischer droht mit Klage gegen Bund-Forum

Beitragvon th1975 » Freitag 15. September 2017, 12:12

Diese Klage verrät sehr viel über den Menschen Fischer :cry:
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Re: Dr. Fischer droht mit Klage gegen Bund-Forum

Beitragvon thomas » Montag 18. September 2017, 14:57

Der Ausgang dieses Verfahrens dürfte präjudizierenden Charakter für die philatelistische Forenwelt besitzen.
Es geht schließlich um die Frage, ob ein Forenbetreiber einen durch einen Dritten ohne Beweis und Sachgrund beanstandeten Beitrag eines Mitgliedes löschen muss. Dass würde den Forenbetreibern Pflichten auferlegen, die kaum absehbar wären.
Dass es sich bei der Äußerung von @markuszech um keine üble Nachrede oder Schmähung handelt, ist denke ich offensichtlich. Ich lese den Beitrag zudem im Konjunktiv. Insbesondere die Formulierung "soll angeblich" deutet doch eher auf eine Spekulation hin, den auf eine Tatsachenbehauptung, die tatsächlich eines Beweises unterliegen würde, der offensichtlich aber auch nicht vorliegt.

markuszech hat geschrieben:Informierte Prozessbeobachter wundern sich darüber hinaus, dass Frau Ney den Prüfauftrag für die beiden Briefe für gerade einmal 0,3% des Katalogwertes angenommen hat. Auftraggeber für die Prüfung soll angeblich Dr. Fischer, Bonn gewesen sein. Übliches Entgelt in der Branche sind normalerweise 3 bis 4% des Katalogwertes vom Prüfstück. Wieso sich ein VP-Prüfer bei einer derartig riskanten Prüfung zum "Dumpinghonorar" verdingt, ist für mich nicht nachzuvollziehen.


Unabhängig von den juristischen Spitzfindigkeiten dieses Falles, gratuliere ich Dr. Fischer zu der preisgünstigen Prüfung, sofern tatsächlich so erfolgt. Ich selber habe einen größeren Auktionsposten mal für 0,5% Michel geprüft bekommen. Menge macht halt den Preis. Ich bin allerdings kein Händler, die sicherlich nochmal ganz andere Rabattierungsmöglichkeiten besitzen.

Was ich nach wie vor nicht verstehe, wieso Fischer diesen aus meiner Sicht ziemlich aussichtslosen Fall losgetreten hat.
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