Fragwürdige Prüfpraxis durch Christine Ney VP

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Fragwürdige Prüfpraxis durch Christine Ney VP

Beitragvon Redaktion » Donnerstag 27. November 2014, 16:12

"Ist der Ruf erst runiert, prüft es sich ganz ungeniert". Anders kann man die in vieler Hinsicht fragwürdige Prüfpraxis von Mitgliedern des umstrittenen Prüferbundes "VP e.V." kaum erklären.

FA Ney Nr. 700.jpg


Urdrucksatz Vs.jpg


Am Beispiel des abgebildeten "Attestes", dass sich auf einen Satz Saarland 226 I - 238 I bezieht, beweist die mutmaßliche Hobbyprüferin Frau Christine Ney dem erstaunten Fachpublikum zwei Dinge:

1. Offensichtlich fehlende Sachkenntnis.

Bei dem Stempel "Saarbrücken 2 c" ist die zeitgerechte Entwertung nämlich nicht "derzeitig" nicht nachzuweisen, sondern - da es sich erwiesener- und bekanntermaßen um einen Falschstempel handelt - "grundsätzlich" nicht. Dieser feine semantische Unterschied zieht die Linie zwischen "könnte echt sein" und "100% falsch".

2. Offensichtliche Geldnot.

Wieso sonst sollte Frau Ney für ganz eindeutig nicht als echt prüfbare Marken ein Attest ausstellen? Hier werden dem gutgläubigen Sammler völlig unnötig die Taschen geleert.


Wir raten unseren Lesern daher Prüfungen von Mitgliedern des VP generell mit besonderer Sorgfalt zu würdigen und bei Zweifeln eine Nachprüfung an kompetenter Stelle zu veranlassen.


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Weitere dokumentierte Fehlleistungen von Mitgliedern des "VP e.V." findet ihr hier
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Re: Fragwürdige Prüfpraxis durch Christine Ney VP

Beitragvon MarkusZech » Freitag 28. November 2014, 19:27

Da fühlt man sich fast schon im falschen Film :shock: :roll: Seid wann bekommen den falsche Marken, die tatsächlich auch als falsch erkannt und geprüft wurden, ein Attest?

Bei Meister Schlegel gäbe es in so einem Falle eine fetten Stempel auf die Markenrückseite, auf dem "Stempel falsch" steht. Im günstigsten aller guten Fälle bekommt man die Marken retour mit einem Zettelchen beigefügt, auf dem "nicht prüfbar" steht.

Der VP scheint sich das Toyata-Prinzip zu eigen gemacht. Nicht ist unmöglich ...
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Re: Fragwürdige Prüfpraxis durch Christine Ney VP

Beitragvon noliht » Freitag 28. November 2014, 23:57

Beim BPP ist das wohl auch möglich... Aber wenn das Attest oder der Befund das aussagt, was mit der Marke ist, ist das ok. So weiß jeder, was er kauft. Wenn der Restwert der Marke passt, ist es für die Sammler gut, die nur einen "echten" und sonst qualitativ einwandfreien Lückenfüller wollen. Durch so eine Aussage im Attest oder Befund wird das Stück als Gesamtes bzw. der Stempel nicht echt. Wo ist das Problem?
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Re: Fragwürdige Prüfpraxis durch Christine Ney VP

Beitragvon Redaktion » Samstag 29. November 2014, 00:14

noliht hat geschrieben:Wo ist das Problem?



Das Problem ist nicht die Ausstellung eines Attestes für eine falsch gestempelte Marke, obwohl diese Praxis nicht nur ungewöhnlich ist, sondern auch völlig sinnfrei, solange die falsch gestempelte Marke nicht irreversibel und für alle sichtbar als FALSCH markiert wird.

Das eigentliche Problem ist das Fr. Ney in ihrem Attest schreibt, dass "bei dem Stempel "Saarbrücken 2 c" die zeitgerechte Entwertung derzeit nicht nachzuweisen ist", obwohl sie ganz sicher weiß, dass es sich bei diesem Stempel um einen Falschstempel handelt.

So etwas könnte man auch als vorsätzlichen Betrug am Sammler bezeichnen.
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Re: Fragwürdige Prüfpraxis durch Christine Ney VP

Beitragvon noliht » Samstag 29. November 2014, 00:32

In meinem Archiv befinden sich auch Stempel, die derzeit weder als echt noch als falsch angesehen werden können, so dass eine zeitgerechte Entwertung nicht festgestellt werden kann.....auch wenn das ein anderer Sammler oder Prüfer sicherlich kann. Und wenn ein Prüfer mehr und mit Sicherheit etwas über einen Stempel weiß, ist das auch ok. Wenn Frau Ney ein bedarfsgerechter Abschlag des betreffenden Stempels (ob echt oder falsch) nicht bekannt ist, ist es ein Archivproblem, aber keine vorsätzliche betrügerische Absicht. Gleiches gilt, wenn dieser Stempel sich als Falsch erweisen sollte und Frau Ney dieser Stempel nicht als Falschstempel (Phantasieerzeugnis, d.h. Stempel gibt so im Original nicht, oder gute Fälschung) nicht bekannt sein sollte. Sie kann nur das prüfen, was ihr bekannt ist. Kurz um: Weiß ich über einen Stempel etwas nicht, kann ich diesen zunächst weder als echt noch als falsch ansehen, auch wenn es sich um einen echten oder eindeutig falschen Stempel handelt. Wie groß wäre denn nun das Geschrei, wenn ein echter Stempel als vermeintliche Fälschung angesehen wird und entspr. signiert wird, weil man keine Archivunterlagen hat. Im Zweifel dann weder echt noch falsch.
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Re: Fragwürdige Prüfpraxis durch Christine Ney VP

Beitragvon noliht » Samstag 29. November 2014, 00:37

Redaktion hat geschrieben:
noliht hat geschrieben:Wo ist das Problem?



obwohl sie ganz sicher weiß, dass es sich bei diesem Stempel um einen Falschstempel handelt.

So etwas könnte man auch als vorsätzlichen Betrug am Sammler bezeichnen.


Und woher wissen Sie das? Sind Sie bei den Prüfungen von Frau Ney dabei oder kennen Sie ihr Archiv?
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Re: Fragwürdige Prüfpraxis durch Christine Ney VP

Beitragvon Redaktion » Samstag 29. November 2014, 00:40

noliht hat geschrieben:In meinem Archiv befinden sich auch Stempel, die derzeit weder als echt noch als falsch angesehen werden können, so dass eine zeitgerechte Entwertung nicht festgestellt werden kann.....auch wenn das ein anderer Sammler oder Prüfer sicherlich kann. Und wenn ein Prüfer mehr und mit Sicherheit etwas über einen Stempel weiß, ist das auch ok. Wenn Frau Ney ein bedarfsgerechter Abschlag des betreffenden Stempels (ob echt oder falsch) nicht bekannt ist, ist es ein Archivproblem, aber keine vorsätzliche betrügerische Absicht. Gleiches gilt, wenn dieser Stempel sich als Falsch erweisen sollte und Frau Ney dieser Stempel nicht als Falschstempel (Phantasieerzeugnis, d.h. Stempel gibt so im Original nicht, oder gute Fälschung) nicht bekannt sein sollte. Sie kann nur das prüfen, was ihr bekannt ist. Kurz um: Weiß ich über einen Stempel etwas nicht, kann ich diesen zunächst weder als echt noch als falsch ansehen, auch wenn es sich um einen echten oder eindeutig falschen Stempel handelt. Wie groß wäre denn nun das Geschrei, wenn ein echter Stempel als vermeintliche Fälschung angesehen wird und entspr. signiert wird, weil man keine Archivunterlagen hat. Im Zweifel dann weder echt noch falsch.


Was du schreibst, mag alles vielleicht alles so sein, es ist in dem vorliegenden Fall aber irrelevant. Wenn ein Prüfer sicher weiß, dass es sich bei einem Stempel um einen Falschstempel handelt, darf er nicht attestieren, dass "die zeitgerechte Entwertung derzeit nicht nachzuweisen ist".

Ich wiederhole mich daher nur ungern: So etwas könnte man auch als vorsätzlichen Betrug am Sammler bezeichnen.
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Re: Fragwürdige Prüfpraxis durch Christine Ney VP

Beitragvon Redaktion » Samstag 29. November 2014, 00:43

noliht hat geschrieben:Und woher wissen Sie das? Sind Sie bei den Prüfungen von Frau Ney dabei oder kennen Sie ihr Archiv?


Gehe bitte davon aus, dass uns alle notwendigen Informationen vorliegen, um unsere Aussagen rechtssicher belegen zu können.
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