Warnung vor Attesten der "Privatprüferin" Fr. Christine Ney

Meldungen zum Thema Fälschungsbekämpfung und Verbraucherschutz
Forumsregeln
Für eure Fragen und Hinweise zu einzelnen Themen und Beiträgen kontaktiert uns bitte per Mail unter redaktion@bund-forum.de

Warnung vor Attesten der "Privatprüferin" Fr. Christine Ney

Beitragvon Redaktion » Montag 15. Juni 2015, 19:07

Man könnte fast meinen, die Bund-Forum Redaktion hätte kein anderes Thema mehr. Leider entspricht das derzeitig (fast) der Wahrheit, da uns zu der Personalie Ney aktuell jeden Tag neue Negativmeldungen und Hinweise von unseren Nutzern erreichen.

Wir hatten an anderer Stelle bereits ausführlich für die Fehlleistungen von Frau Christine Ney als ehemaliges Mitglied des BPP und aktives Mitglied der dubiosen Prüfersekte "VP" berichtet.

viewtopic.php?f=658&t=19985
viewtopic.php?f=658&t=19600&p=56165#p56165

Heute möchten wir euch daher eine Prüfung vorstellen, die Frau Ney in ihrer Zeit als "Privatprüferin" (nach dem Rausschmiss aus dem BPP und vor dem EIntritt in den "VP") erstellt hat.

Ney falsch 241.JPG


Angeboten bei Ebay bei dem Anbieter thacchi
http://www.ebay.de/itm/H7653-Saar-337-V ... 7675.l2557

Der zuständige Verbandsprüfer des BPP Hr. Christian Geigle äußerte sich auf unsere Bitte hin zu diesem Artikel wie folgt:

Leider handelt es sich um eine Fälschung. Der Karton fluoresziert stark unter UV-Licht, der vermeintliche "Probedruck" ist eine billige Fälschung in einem anderen Druckverfahren und der Rahmen um die Marken mit Kugelschreiber gezogen. Die Unterschrift von Peter Frantzen ist natürlich auch eine Fälschung, mit Kugelschreiber, den es damals noch gar nicht gab, Ich hatte vor einigen Monaten ein ähnliches Machwerk im Original zur Prüfung vorgelegt bekommen, daher die Erkenntnisse.

Fazit: Auch in ihrer Zeit als "Privatprüferin" konnte Fr. Christine Ney nicht beweisen, dass sie sich in ihrem Prüfgebiet auskennt. Wir empfehlen daher jedem Sammler Ney-Atteste grundsätzlich an kompetenter Stelle nachprüfen zu lassen, auch damit etwaige Haftungansprüche noch vor der Verjährungsfrist geltend gemacht werden können.
Sie haben keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
Benutzeravatar
Redaktion
Sehr erfahrener User
 
Beiträge: 777
Registriert: Samstag 8. September 2012, 06:06

Re: Warnung vor Attesten der "Privatprüferin" Fr. Christine

Beitragvon Horst » Dienstag 16. Juni 2015, 09:09

Was mich etwas wundert, ist das diese Falschprüfungen früher keinen interessiert hat. Wieso dauert das immer Jahre bis man so was erfährt?
Benutzeravatar
Horst
 
Beiträge: 48
Registriert: Donnerstag 26. Juli 2012, 00:03

Re: Warnung vor Attesten der "Privatprüferin" Fr. Christine

Beitragvon Tortenwerfer » Dienstag 16. Juni 2015, 22:03

Horst hat geschrieben:Wieso dauert das immer Jahre bis man so was erfährt?


Bevor es den VPP gab, genossen Prüfer immer eine Art Urvertrauen bei den Sammlern. Man hat die Marke vom Prüfer zurück bekommen und ins Album gesteckt. Wieso sollte man die Entscheidung des Experten in Zweifel ziehen? Das hat lange Jahre keiner gemacht.
Fehlprüfungen wie die von Frau Ney fallen dann erst Jahre später auf, wenn die geprüften Stücke vererbt oder verkauft werden oder anderweitig neu einem Prüfer vorgelegt werden.
Man darf sich darauf einstellen, dass noch Unmengen falsch geprüfter Marken in den ALben der Sammler auf Entdeckung warten. Viele Sammler oder deren Erben werden mit den erworbenen vermeintlichen Schnäppchen noch böse auf die Nase fallen.
Benutzeravatar
Tortenwerfer
Erfahrener User
 
Beiträge: 143
Registriert: Sonntag 5. April 2015, 12:40

Re: Warnung vor Attesten der "Privatprüferin" Fr. Christine

Beitragvon roschc » Mittwoch 17. Juni 2015, 13:58

Ich sehe das Problem auch so gelagert, dass der BPP die Gründe für das Ausscheiden von Frau Ney verschwiegen hat und nur von einem "Ausscheiden aus dem BPP" sprach.

Wäre damals deutlich gesagt worden, dass der Rauswurf als Hintergrund die Vielzahl von Beschwerden und das Ausstellen von mangelhafter Atteste gehabt hat, wäre die Sammlerschaft gewarnt gewesen und es wäre viel Schaden vermieden worden.

Das schwachsinnige Attest für das Machwerk mit dem Kugelschreiber Kästchen ist schon Irrsinn ... da Prüfer meistens mit Vergleichsmaterial prüfen, muss in der Sammlung von Frau Ney ja das Teil eigentlich auch als "echt" hinterlegt sein ... :mrgreen:
roschc
 
Beiträge: 20
Registriert: Samstag 10. Januar 2015, 00:01

Re: Warnung vor Attesten der "Privatprüferin" Fr. Christine

Beitragvon Horst » Montag 22. Juni 2015, 10:38

roschc hat geschrieben:Ich sehe das Problem auch so gelagert, dass der BPP die Gründe für das Ausscheiden von Frau Ney verschwiegen hat und nur von einem "Ausscheiden aus dem BPP" sprach.


Zu dieser wohlwollend politischen Formulierung hatte der BPP wohl kaum eine echte Alternative. Das ist wie bei einem schlechten Mitarbeiter den man los werden möchte, da steht im Arbeitszeugnis auch was von "guter Leistung", obwohl es sich in der Wirklichkeit um die größte Krampe gehandelt hat.
Benutzeravatar
Horst
 
Beiträge: 48
Registriert: Donnerstag 26. Juli 2012, 00:03

Re: Warnung vor Attesten der "Privatprüferin" Fr. Christine

Beitragvon MarkusZech » Mittwoch 24. Juni 2015, 16:38

Ich bin mal gespannt, wann irgendeiner der tollen Verbände die es in Doofland gibt, etwas gegen solche Personen unternimmt. Und wir reden hier nicht von einer Person, der einmal oder zweimal ein "Fehler" unterlaufen ist, sondern von einem Prüfer, der scheinbar jeden Schrott signiert, befundet oder attestiert. Sieht fast wie ein Geschäftsmodell aus, weil so viel Ahnungslosigkeit kann man als Prüfer unmöglich vortäuschen.
Der Gekniffene ist in letzer Konsequenz immer der Sammler, der in Gottvertrauen erstarrt, sich diesen Schlonz auch noch willig andrehen ist. Interessieren tut das aber (fast) niemand, selbst die Sammler nehmen derartige News apatisch hin. Hat jemals jemand Ney für so einen Unfug auf Schadensersatz verklagt?
Würde mich über eine entsprechend formulierte Warnmeldung auf der BDPH und APHV-Seite sehr freuen. Auch der Verbandsschmotzette "Philatelie" würde so ein Hinweis mal ganz gut tun.
Dem BPP würde ich raten in solchen Fällen auch deutlich mutiger aufzutreten. Schliesslich beschädigt Fr. Ney nicht nur ihren Hobbyprüferverband VP, was zu verkraften wäre, sondern die Prüfergilde im Allgemeinen.
Verwendung des Avatar mit freundlicher Genehmigung von Thomas (th1975)
Benutzeravatar
MarkusZech
Erfahrener User
 
Beiträge: 301
Registriert: Montag 1. April 2013, 16:55


Zurück zu Meldungen zum Thema Fälschungsbekämpfung und Verbraucherschutz

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Friedrich, hu3110 und 27 Gäste