Warnung vor betrügerischen Angeboten des Bund H.Bl. 9

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Warnung vor betrügerischen Angeboten des Bund H.Bl. 9

Beitragvon Redaktion » Freitag 2. Oktober 2015, 19:00

Um sich die Taschen zu füllen ist manch schwarzem Schaf der Händlerschaft jedes Mittel Recht. Ein besonderes dreistes Beispiel versuchter Sammlerabzocke ist uns von einem unserer Mitglieder aktuell bei Ebay gemeldet worden.

http://www.ebay.de/itm/201436270872?_tr ... EBIDX%3AIT

Die Angebotsbeschreibung hat nur einen Zweck: dem interessierten Betrachter soll die Illusion vermittelt werden, dass es sich tatsächlich um ein echtes Heftchenblatt (H.Bl.) 9b handeln könnte. Bei einer Auflage von nur 400 Stück, reden wir bei dieser Ausgabe von einer der Top-Seltenheiten des Sammelgebietes.

Fake.JPG


Tatsächlich kann man auf den ersten Blick erkennen, dass es sich um einen 10er-Block aus dem regulären Schalterbogen der Nr. 303 handelt. Das echte H.Bl. wurde maschinell geschnitten und weist an Marken und Seitenrand die typische Heftchenzähnung auf. Die abgebildete Einheit wurde jedoch eindeutig gerissen und nicht geschnitten.

Sollte ihnen ein H.Bl. 9 angeboten werden, so sollten sie unbedingt auf die Vorlage eines aktuellen BPP-Attestes bestehen. Ansonsten beträgt die Wahrscheinlichkeit, dass sie ihr Geld aus dem Fenster werfen 100%.
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Re: Warnung vor betrügerischen Angeboten des Bund H.Bl. 9

Beitragvon th1975 » Freitag 30. Oktober 2015, 16:18

102,99 € Auktionserlös. Entweder der Käufer hat den Schnapp seines Lebens gemacht (Wahrscheinlichkeit 0,00001%) oder er hat für einen 10er-Block der Nr. 303 ungefähr 100 € zu viel gezahlt :D
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Re: Warnung vor betrügerischen Angeboten des Bund H.Bl. 9

Beitragvon ZDrDoc » Samstag 27. Februar 2016, 23:32

Ausserdem haben die H-Blätter 9 b II, und alle anderen echten H-Blätter Nr 9 natürlich auch, niemals Perforationen im Rand. Das war ja im Jan. 1960 die Neuerung:
Man hat die automatenfeindliche Klammerung verlassen wollen und hat dem rechts geklappten Vor- und Rückdeckel und der Lumbeck-Klebung für H-Blatt, Vor- und Rückdeckel links den Vorzug gegeben.
Mein diesbezüglicher Hinweis an den Anbieter ist zum Zeitpunkt des aktuellen Angebotes unbeantwortet geblieben.
Offenbar ist für Philoutelisten dieses Feld interessant, seitdem Michel Heuss- H-Blätter Nr 9 bewertet. Das wurde jahrzehntelang als unmöglich abgelehnt.
Das Thema mag ja nicht mehr brandaktuell sein, aber ein zweifelsfrei mehrfach geprüftes MH 5 ba II mit dem entsprechenden Heftchenblatt mag für Interessierte dennoch eine Hilfe sein.

Zdr MH 5 b.jpg

Die o.a. angesprochene Heftchenzähnung ist oben links angedeutet erkennbar. Insgesamt ist das H-Blatt aber sehr gut gezähnt.
Im Handbuch wird erwähnt, dass die Bogenlaufnummer bei 4 Ziffern zentriert sei. Bei diesem Belegstück ist sie aber etwas nach unten dezentriert, wie im Handbuch übrigens auch.
Auflage: 400 Stück
Die meisten Heftchen wurden unerkannt verbraucht. Wieviele von den übrig gebliebenen sind noch in einem demonstrierbaren Zustand?
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