Sollten Händler verfälschte Briefmarken verkaufen?

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Sollten Händler verfälschte Briefmarken verkaufen?

Was legal ist, ist erlaubt. Daher kann ich die Aufregung zu diesem Thema nicht nachvollziehen
26
1%
Man sollte Verständnis für die Händler haben, die auf diese Art und Weise versuchen ihr Auskommen zu sichern
28
1%
Jeder muss wissen was er kauft und ist selbst Schuld, wenn er sich auf solche Angebote einlässt
65
3%
Solange die Marken korrekt beschrieben sind, habe ich mit solchen Angeboten keine Probleme
142
6%
Bei solchen Angeboten habe ich ein mulmiges Gefühl. Die Gefahr des Missbrauchs ist einfach zu groß
346
16%
Derartige Angebote locken Betrüger an, die dann versuchen die Marken als "echt" weiterzuverkaufen
454
21%
Solche Angebote untergraben die Bemühungen der Fälschungsbekämpfer
495
23%
Fälschungen sollten von einem seriösen Händler nicht mehr weiterverkauft werden.
498
23%
Der Handel mit Fälschungen gehört - ohne wenn und aber - verboten
127
6%
Dazu habe ich eine andere Meinung als aufgeführt
5
0%
 
Abstimmungen insgesamt : 2186

Sollten Händler verfälschte Briefmarken verkaufen?

Beitragvon Redaktion » Dienstag 7. Juli 2015, 20:50

Nachdem wir die letzten Jahre vor allem über Marken mit Falschstempel und anderweitig verfälschte Briefmarken berichtet haben, wollen wir uns heute einmal der Antwort auf eine Frage widmen, die vielen in der Fälschungsbekämpfung engagierten Philatelisten auf der Nagel brennt und auch hier im Forum bereits mehrfach diskutiert wurde:

"Sollten Händler verfälschte Briefmarken verkaufen?

Damit meinen wir nicht den Verkauf in betrügerischer Absicht, über den es eigentlich keine zweite Meinung geben sollte, sondern um den legalen Verkauf von - in welcher Weise auch immer - verfälschten Briefmarken unter Angabe der korrekten Artikelbeschaffenheit.

Um das Problem einmal zu illustrieren, haben wir folgende willkürlich ausgewählten Angebote von gewerblichen Anbietern bei Ebay ausgewählt.

http://www.ebay.de/itm/Bund-Mi-Nr-141-1 ... 3a8b389127

http://www.ebay.de/itm/Bund-Heuss-Lumog ... 58c402b714

http://www.ebay.de/itm/Franz-Zone-Baden ... 5d5a770e6d

http://www.ebay.de/itm/FZ-Baden-Michel- ... 2353ed6f82

http://www.ebay.de/itm/DR-1931-456-457I ... 3cc65d0915

http://www.ebay.de/itm/Gem-Ausgabe-Mich ... 1ea0dbed7e

http://www.ebay.de/itm/BAYERN-Nr-34-35- ... 3cfcb4bd67

http://www.ebay.de/itm/Danzig-Nr-56-Vie ... 51a4ebfda7

http://www.ebay.de/itm/Bizone-Michel-Nr ... 1e9eef5557

http://www.ebay.de/itm/SAAR-1949-BLOCK2 ... 53ff181c19

http://www.ebay.de/itm/Osterreich-673-m ... 35ec1b1121

Dass was wir bei Ebay vorgefunden haben, lässt sich in ähnlicher Weise bei Angeboten diverser Auktionshäuser beobachten.

Alle Angebote haben dabei eine Gemeinsamkeit: Aus verfälschten und eigentlich wertlosen Briefmarken soll in irgendeiner Weise noch Geld gemacht werden. Teils werden bis zu 20% des Katalogwertes einer echten Marke aufgerufen.

Die Meinungen zu diesem Geschäftsmodell sind gespalten. Während die einen nichts Verwerfliches daran finden und sich auf die Legalität ihres Tuns berufen, befürchten insbesondere die Sammlerschützer, dass die Fälschungen von einigen ihrer Käufer in betrügerischer Absicht rasch wieder in Umlauf gebracht werden und der Handel somit indirekt die Bemühungen in Sachen Fälschungsbekämpfung und nachhaltiger Philatelie konterkariert.

Natürlich interessiert uns welche Meinung die Bund-Forum User zu dieser Thematik haben. Wir haben daher in der Redaktion mal die zehn häufigsten Antworten zusammengetragen. Bitte macht euer Kreuz an der Stelle, die am ehesten eure Meinung widerspiegelt. Ihr dürft bis zu drei Stimmen abgeben. Natürlich freuen wir uns auch auf eure Kommentare und Hinweise. Einfach auf "antworten" drücken und los geht ;)
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Re: Sollten Händler verfälschte Briefmarken verkaufen?

Beitragvon Horst » Mittwoch 8. Juli 2015, 10:56

Gute Umfrage ;)
Ich persönlich bin der Meinung, dass Händler auch wenn es vielleicht juristisch nicht zu beanstanden ist, Fälschungen nicht verkaufen sollten.
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Re: Sollten Händler verfälschte Briefmarken verkaufen?

Beitragvon rudi63 » Mittwoch 8. Juli 2015, 20:32

Die Marken sollten rückseitig gekennzeichnet werden - Stempel falsch - Gummi falsch usw. Dann ist ein Mißbrauch ausgeschlossen.
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Re: Sollten Händler verfälschte Briefmarken verkaufen?

Beitragvon zackenbaer » Mittwoch 8. Juli 2015, 22:24

Ich meine das Händler falsche Marken nicht anbieten sollten. Ich sehe das Risiko der unkontrollierbaren Verbreitung von Falschmarken als einfach sehr groß an. Hier werden den Betrügern Tür und Tor geöffnet.

Der Dumme ist letzten Ende wieder einmal das schwächste Glied der Kette: der einfache Sammler.
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Re: Sollten Händler verfälschte Briefmarken verkaufen?

Beitragvon db50 » Sonntag 12. Juli 2015, 15:40

rudi63 hat geschrieben:Die Marken sollten rückseitig gekennzeichnet werden - Stempel falsch - Gummi falsch usw. Dann ist ein Mißbrauch ausgeschlossen.


Die Idee ist gut, leider gibt es "Experten" die es ohne großen Aufwand schaffen, die Signatur wieder zu entfernen.
Eine Übersicht über alle bisher von mir verfassten Beiträge findet ihr hier
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Re: Sollten Händler verfälschte Briefmarken verkaufen?

Beitragvon wachauer » Montag 13. Juli 2015, 11:04

Fälschungen sind ein Bestandteil der Philatelie - daher erwarte ich, dass Fälschungen auch im seriösen Handel angeboten werden. Voraussetzung ist natürlich die klare Kennzeichnung als Fälschung.

In meinem Exponat "Hradschin-Ausgabe" zur traditionellen Philatelie sind selbstverständlich auch Fälschungen sowohl zum Schaden der Post als auch zum Schaden der Sammler enthalten (natürlich vergleichend und als solche beschrieben).

Herzliche Sammlergrüße
Gerhard
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Re: Sollten Händler verfälschte Briefmarken verkaufen?

Beitragvon Horst » Montag 13. Juli 2015, 11:49

wachauer hat geschrieben:Fälschungen sind ein Bestandteil der Philatelie - daher erwarte ich, dass Fälschungen auch im seriösen Handel angeboten werden. Voraussetzung ist natürlich die klare Kennzeichnung als Fälschung.

In meinem Exponat "Hradschin-Ausgabe" zur traditionellen Philatelie sind selbstverständlich auch Fälschungen sowohl zum Schaden der Post als auch zum Schaden der Sammler enthalten (natürlich vergleichend und als solche beschrieben).

Herzliche Sammlergrüße
Gerhard


Ein guter Hinweis Gerhard. Allerdings sind die Fälschungen an die du vermutlich denkst (Kategorie Sperati & Co) wahrscheinlich andere als diejenigen, die die Redaktion im Sinne hat.
Ich denke gegen die klassischen Fälschungen, die teilweise richtig Geld kosten, hat keiner etwas einzuwenden, wenn sie korrekt gekennzeichnet sind. Bei den modernen Fälschungen aus dem Drucker oder mittels Stempelklischee sehe zumindest ich das anders. Für so einen Müll sollte sich ein seriöser Händler zu schade sein.
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Re: Sollten Händler verfälschte Briefmarken verkaufen?

Beitragvon Meinhard » Montag 13. Juli 2015, 19:23

db50 hat geschrieben:
rudi63 hat geschrieben:Die Marken sollten rückseitig gekennzeichnet werden - Stempel falsch - Gummi falsch usw. Dann ist ein Mißbrauch ausgeschlossen.


Die Idee ist gut, leider gibt es "Experten" die es ohne großen Aufwand schaffen, die Signatur wieder zu entfernen.


Hallo db50,

wenn es richtig gemacht wird, dann sind die Marken für die Rundablage oder Ofen. Siehe nachfolgendes Bild.
Gruß, Meinhard
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Re: Sollten Händler verfälschte Briefmarken verkaufen?

Beitragvon Horst » Dienstag 14. Juli 2015, 12:43

@Meinhard
Gerade bei Marken mit Gummi, wie gezeigt, geht das mit dem Ablösen ganz leicht.

Und dann geht es immer noch um die Marken die von Händler als falsch verkauft werden und nicht geprüft wurden. Wie wird man diesem Material Herr?
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Re: Sollten Händler verfälschte Briefmarken verkaufen?

Beitragvon Dauerserienfreund » Montag 20. Juli 2015, 22:09

Das Problem sind nicht die Fälschungen, sondern diejenigen die Fälschungen als echt verkaufen.
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