Vorphilabrief von Schottwien nach Jagstheim

Vorphilabrief von Schottwien nach Jagstheim

Beitragvon Aikido62 » Montag 24. April 2017, 13:45

Hier ein Brief aus dem Jahre 1823 von Schottwien in Österreich nach Jagstheim/Württemberg.
Nachfolgend der Kommentar bezüglich Porto von Axel.

Es handelt sich hier um einen Teilfrankobrief von Österreich nach Württemberg (Thurn und Taxis).
In Österreich bestand zu dieser Zeit der Grenzfrankozwang. Es musste daher vom Absender bis zur österreichischen Ausgangsgrenze bezahlt werden.
Beim rückseitigen Vermerk handelt es sich um die österreichischen Gebühren: 14 Kreuzer CM (Conventionsmünze) für den Brief bis 1/2 Lot nach dem Tarif von 1817 bis zur österreichischen Ausgangsgrenze und für das Einschreiben 4 Kreuzer CM.
Für den bayerischen Transit wurden 8 Kreuzer rheinisch berechnet (blauer Vermerk).
Schön sind auch die Leitvermerke: par Nürnberg über Greilzheim (Crailsheim; lustige Schreibweise). Was ich jedoch nicht ganz verstehe ist die 9 1/2 Kreuzer auf der Vorderseite. Die 8 Kreuzer Transit wurden auf jeden Fall in diesem Gebührenvermerk verrechnet. Es gibt aber keinen T + T Tarif mit 1 1/2 Kreuzern. Könnte es sein, dass der Empfänger des Briefen in Württemberg Gebührenfreiheit genoss und dass es sich bei den 1 1/2 Kreuzern um den Botenlohn von Crailsheim nach Jagstheim handeln könnte. Eine Einschreibegebühr hatte der Empfänger nicht zu bezahlen.
Einschreibebriefe von Österreich nach Württemberg in dieser Zeit sind nicht ganz so selten, nach Jagstheim aber schon. Ein schönes Stück für die Heimatsammlung.

Gibt es eine andere Meinung zu ne 1 1/2 Kreuzern?
Danke schon mal.
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Aikido62
 
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