Erfahrungen mit dem Auktionshaus Dr. Fischer

Erfahrungen mit dem Auktionshaus Dr. Fischer

Beitragvon Praktiker » Montag 18. September 2017, 17:43

Als stadtbekannter Kiebitz bei nahezu allen Auktionen im Rheinischen, wollte ich meine Erfahrungen mit dem Auktionshaus Dr. Fischer mit euch teilen.

Nachdem Dr. Fischer in seinen Katalogen, auf seiner Webseite und auf Facebook eine großzügige Luxusvilla als Logo und Foto verwendet, war ich natürlich sehr erwartungsfroh einmal so viel offensichtlichen Wohlstand erleben zu dürfen.

Joachimstr. 17.jpg
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Fischer Logo.jpg
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Um so erstaunter war ich natürlich, als ich vor Ort feststellen musste, dass Dr. Fischer sich das Gebäude mit mindestens sieben ernstzunehmenden gewerblichen Mietmietern teilen muss :o

http://www.gefaesspraxis-bonn.com/Impressum.html

https://www.goyellow.de/home/copy-shop- ... -bonn.html

https://web2.cylex.de/firma-home/mgt-mo ... 59574.html

https://web2.cylex.de/firma-home/senato ... 67102.html

http://dudde.directory/Kitz-kommunikati ... nn-3278160

http://bonn.branchen-info.net/fp_495792.php

https://www.weisse-liste.de/de/arzt/bon ... 967508A7AB

Und dann ist da auch noch Hr. Benjamin Voigt, der sowohl Mitarbeiter von Dr. Fischer, als auch Prüfer des VP ist, und offensichtlich über keine eigene Adresse verfügt.

http://vpev.de/index.php/de/Benjamin-Voigt.html

Tatsächlich "residiert" Dr. Fischer unterm Dach unter recht beengten Umständen. Das Logo des Auktionshaus Dr. Fischer müsste daher eigentlich eher wie folgt aussehen ;)

Fischer Logo echt.jpg
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Und das verwendete Gebäudefoto sähe dann in etwa so aus :mrgreen:

Joachimstr. 17 neu.jpg
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"Großer Mann, also ganz klein"? Zumindest was die Infrastruktur betrifft, scheint mir diese Metapher daher irgendwie passend. Und ja, auch wenn sich jetzt wieder einige Leser rechtschaffen empört zeigen ("... sowas böses darf man doch nicht sagen ..."), bei Rauhut&Kruschel, Felzmann, Aix-Phila und Köhler und wie die großen Häuser alle heißen, geht es deutlich großzügiger zu. Und dort hat man es auch nicht nötig mit etwas zu protzen, was in der Realität so nicht vorhanden ist.

Die Auktion im "Oxfordclub Bonn" verlief dann ohne große Überraschungen, obwohl mir der rauhe Ton von Dr. Fischer gegenüber seinen Mitarbeiter mehrfach negativ auffiel. Macht man das heute noch so? Herr Voigt tat mir irgendwie leid.
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Re: Erfahrungen mit dem Auktionshaus Dr. Fischer

Beitragvon Hammer » Dienstag 19. September 2017, 12:31

Treffend und mit Witz auf den Punkt gebracht :D

"sarkasm" hat geschrieben:Man fragt sich, wie das große Ego von Dr. Fischer in solch bescheidenen Räumlichkeiten überhaupt Platz hat?




...
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Re: Erfahrungen mit dem Auktionshaus Dr. Fischer

Beitragvon Württemberg-Sammler » Dienstag 19. September 2017, 16:15

Ist halt Werbung und jeder möchte sich größer machen als er ist.
Eigentlich kommt es bei Auktionshäusern auf die Seriosität an und nicht auf Äußerlichkeiten wie dieses ehemalige Gebäude der früheren Berliner Landesvertretung. ;)
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Re: Erfahrungen mit dem Auktionshaus Dr. Fischer

Beitragvon Reinhard Fischer » Dienstag 19. September 2017, 22:42

Köstlich amüsiert ...

Ehrlich gesagt, als ich das Haus im Jahr 2000 vom Land Berlin gekauft habe, wusste ich noch nicht, dass man dort so viele Firmen unterbekommt.

Der liebe "Praktiker" sollte vielleicht auch mal Google-Streetview bemühen, wenn er einen Bericht über eine Auktion fälscht, bei der er gar nicht gewesen ist.

Wenn er nämlich dagewesen wäre, hätte er ja die Firmenschilder gesehen, die am Eingang stehen.

Also: In meinem Haus gibt es neben meiner Firma auch noch eine Arztpraxis ("Gefäßpraixis"), die auf ca. 100 m2 residiert. Die hat der "Praktiker" auch in seiner Liste gleich zwei mal drin. Ansonsten sind das Einträge nach dem Motto, das "Internet vergißt nichts", also Firmen, die vor 10 Jahren oder noch länger dort mal Räume gemietet hatten.

Besonders schön:

https://web2.cylex.de/firma-home/senato ... 67102.html

Das ist der Senator für Bundesangelegenheiten des Landes Berlin (aka Landesvertretung Berlin beim Bund). Der hat hier bis August 2000 residiert und dann habe ich das Haus vom Land Berlin gekauft. Richtig schade, dass der Professor, der das Haus 1912 hat bauen lassen, nicht auch noch als "gewerblicher Mitmieter" in den Links des "Praktikers" auftaucht.

Gruß

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Re: Erfahrungen mit dem Auktionshaus Dr. Fischer

Beitragvon Reinhard Fischer » Dienstag 19. September 2017, 22:44

Wenn jemand Interesse hat, mehr über das Haus zu erfahren:

https://de.wikipedia.org/wiki/Joachimstra%C3%9Fe_7_(Bonn)

(ja, es gibt sogar einen Wikipedia-Eintrag).

Gruß

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Re: Erfahrungen mit dem Auktionshaus Dr. Fischer

Beitragvon Oberndörfer » Mittwoch 20. September 2017, 09:41

Hallo Herr Dr. Fischer!

Dass sie hier in der "Höhle des Löwen" schreiben, finde ich gut. Das zeugt von "dicken Eiern". Den meisten Granden der Branche gehen diese leider völlig ab. Daher meinen Respekt.

Aber jetzt mal zur Sache:

Sie schreiben über den Beitrag von @praktiker

...wenn er einen Bericht über eine Auktion fälscht, bei der er gar nicht gewesen ist.


Ich habe keine Ahnung ob @praktiker bei ihnen vor Ort war oder nicht, daher interessiert mich besonders, was an dem Bericht von @praktiker falsch sein soll?

Vielleicht kann auch @praktiker noch einmal in die Diskussion einsteigen.
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Re: Erfahrungen mit dem Auktionshaus Dr. Fischer

Beitragvon Redaktion » Mittwoch 20. September 2017, 10:05

Ich habe mir mal erlaubt dem Thread eine aussagekräftigere und etwas weniger polemische Überschrift zu verpassen ;)

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Re: Erfahrungen mit dem Auktionshaus Dr. Fischer

Beitragvon Reinhard Fischer » Mittwoch 20. September 2017, 11:17

Warum ich davon ausgehe, dass "Praktiker" bei der Auktion gar nicht anwesend war:

Ganz einfach:

Am Eingang gibt es genau zwei Firmenschilder - das für meine Firma und das für die genannte Arztpraxis.

Selbst wenn er nun so blind gewesen wäre und das nicht gesehen hätte, hätte er doch spätestens beim Drücken aufs Klingelschild und dem Gang durchs Treppenhaus gemerkt, dass es die von ihm aufwendig mit Links angegebenen 6 Firmen in dem Haus gar nicht mehr gibt.

Gruß

Reinhard
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Re: Erfahrungen mit dem Auktionshaus Dr. Fischer

Beitragvon Praktiker » Mittwoch 20. September 2017, 15:07

Reinhard Fischer hat geschrieben:Warum ich davon ausgehe, dass "Praktiker" bei der Auktion gar nicht anwesend war:

Ganz einfach:

Am Eingang gibt es genau zwei Firmenschilder - das für meine Firma und das für die genannte Arztpraxis.

Selbst wenn er nun so blind gewesen wäre und das nicht gesehen hätte, hätte er doch spätestens beim Drücken aufs Klingelschild und dem Gang durchs Treppenhaus gemerkt, dass es die von ihm aufwendig mit Links angegebenen 6 Firmen in dem Haus gar nicht mehr gibt.

Gruß

Reinhard


Sehr geehrter Herr Dr. Fischer,

sie sind offensichtlich ein sehr skeptischer Mensch, der sich schnell eine - in diesem Falle - falsche Meinung bildet.

Als ich die Joachimstr. 7 betreten habe, habe ich natürlich kein Blick auf die am Eingang angebrachten Schilder geworfen. Mir wurde die offene Türklinge von einem mutmaßlich weiteren Besucher in die Hand gedrückt.
Meine Erwartung war in diesem Moment ganz einfach die, dass das ganze Haus durch ihr Unternehmen genutzt wird. Mit jeder Treppenstufe aufwärts, habe ich dann festgestellt, dass dem wohl nicht so ist.

Die von mir geposteten Links der Unternehmen mit der Adresse Joachimstr. 17 habe ich zugegebenerweise erst am häuslichen PC recherchiert. Ich war selbst etwas überrascht, welch buntes Sammelsurium sich unter ihrem Dach da bewegt. Aber in Zeiten in denen zahlreiche Firmen in Bürogemeinschaften als Briefkastenfirma unter einer Adresse firmieren, schien mir das Google-Suchergebnis dann doch zumindest irgendwo plausibel.

Das Gebäude ist im Übrigen in der Tat eine Perle und hebt sich wohltuend von dem grauen Allerlei der Umgebung ab. Darf ich fragen wer den Wikipedia-Artikel geschrieben hat?
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Re: Erfahrungen mit dem Auktionshaus Dr. Fischer

Beitragvon w123 » Mittwoch 20. September 2017, 16:36

Hallo Praktiker,

seit wann ist das Auktionshaus Fischer in der Joachimstraße 17?

Das Auktionshaus Fischer ist doch laut den Adressen auf dem Auktionskatalog/ eigener Website in der Joachimstraße 7, oder hat sich da was geändert, seitdem der letzte Auktionskatalog verschickt wurde?

Ist die Homepage veraltet?

Gruß

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Re: Erfahrungen mit dem Auktionshaus Dr. Fischer

Beitragvon Praktiker » Mittwoch 20. September 2017, 16:58

@Reinhard Fischer

Und damit sie jetzt nicht denken, ich wäre so ein Forentroll wie @w123 (sind sie das Herr Voigt? :mrgreen: ), vielleicht noch ein kleines Detail das mir in Erinnerung geblieben ist.

Als wir am frühen Nachmittag im Oxfordclub saßen, haben sie sich über laute Musik aus dem Erdgeschoß aufgeregt und die Türen schließen lassen.

Ich hoffe, dass das ihnen nun genügt.
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Re: Erfahrungen mit dem Auktionshaus Dr. Fischer

Beitragvon Wieselflink » Donnerstag 21. September 2017, 13:36

Ich war vor Jahren mal bei Fischer. In Erinnerung geblieben sind mir die engen Räumlichkeiten im Dachgeschoß mit vielleicht vier oder fünf Besichtigungsplätzen und das durch die Bank sehr freundliche Personal.
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Re: Erfahrungen mit dem Auktionshaus Dr. Fischer

Beitragvon ZD-Fan » Donnerstag 21. September 2017, 14:38

Mal aufgemerkt. Hier wird munter mit derselben Person diskutiert, die völlig grundlos unser Forum verklagt hat. Etwas schizophren, findet ihr nicht?

viewtopic.php?f=573&t=25052
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Re: Erfahrungen mit dem Auktionshaus Dr. Fischer

Beitragvon MarkusZech » Dienstag 26. September 2017, 16:26

ZD-Fan hat geschrieben:Mal aufgemerkt. Hier wird munter mit derselben Person diskutiert, die völlig grundlos unser Forum verklagt hat. Etwas schizophren, findet ihr nicht?

viewtopic.php?f=573&t=25052


Ich habe gelernt mich über nichts mehr zu wundern ;)

Gehe mal davon aus, dass die "besonderen Verdienste" von Dr. Fischer um die deutsche Philatelie im allgemeinen und das Bund-Forum im besonderen, nach Abschluss der lfd. Rechtsstreitigkeiten noch umfassend aufgearbeitet werden.
Es ist mir shiceegal, wer dein Vater ist. Solange ich hier angle, wird nicht übers Wasser gelaufen.
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Re: Erfahrungen mit dem Auktionshaus Dr. Fischer

Beitragvon Hammer » Mittwoch 11. Oktober 2017, 09:51

Praktiker hat geschrieben: ... Forentroll wie @w123 (sind sie das Herr Voigt? :mrgreen: ), ...


Und wie es der Zufall will, hat mich dieses Foto auf der öffentlichen Facebookseite des "mutmaßlichen Forentrolls" B.V. aus B. angesprungen. Facebook hatte mir Hr. V. zuvor als "Freund" vorgeschlagen :shock:

Redaktioneller Hinweis: Das Bild wurde von mir entfernt. Grüße Marc
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Re: Erfahrungen mit dem Auktionshaus Dr. Fischer

Beitragvon Redaktion » Mittwoch 11. Oktober 2017, 14:38

Hammer hat geschrieben:Und wie es der Zufall will, hat mich dieses Foto auf der öffentlichen Facebookseite des "mutmaßlichen Forentrolls" B.V. aus B. angesprungen. Facebook hatte mir Hr. V. zuvor als "Freund" vorgeschlagen


Hallo @Hammer,

mir ist auch nach mehrfacher Lektüre deines Beitrages nicht ersichtlich was dein Beitrag mit dem ursprünglichen Threadthema konkret zu tun hat. Ob dieser Thread zudem ein privates Facebookphoto benötigt, wag ich zudem mal zu bezweifeln. Das Bild wurde daher von mir entfernt. Wer mehr über Herrn Voigt erfahren möchte, kann sich bei Facebook gerne einen eigenen Eindruck verschaffen.

Bevor hier noch was "anbrennt", schließe ich daher lieber mal ab.

Wer weiteren Erfahrungen über das Auktionshaus Fischer mit anderen Nutzern teilen möchte, schickt mir bitte eine Mail. Ich mach den Thread dann wieder auf.

Grüße Marc
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Re: Erfahrungen mit dem Auktionshaus Dr. Fischer

Beitragvon philastefan83 » Mittwoch 16. Mai 2018, 12:25

Danke für die Mitteilung! Ich bin bisher auch immer davon ausgegangen, dass es sich um eine große Firma handelt und das ganze Gebäude einnimmt evtl. noch gehört. Dass es sich aber um ein normales Bürogebäude mit diversen Mietern handelt, auf die Idee wäre ich anhand der Außendarstellung und des Logos nicht gekommen.
Wie hat mein Opa immer gesagt: "Du siehst überall dran, aber nicht rein"
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Re: Erfahrungen mit dem Auktionshaus Dr. Fischer

Beitragvon Praktiker » Mittwoch 23. Mai 2018, 15:27

An anderer Stelle haben wir ja bereits über das "etwas größere Spaltmaß" diskutiert, dass im Hause Dr. Fischer augenscheinlich Usus ist.

zd-fan hat geschrieben:Dennoch merkt man, dass in Bonn mit "deutlich größerem Spaltmaß" gearbeitet wird, als dies bei der Konkurrenz der Fall ist.


viewtopic.php?f=1138&t=25833

Dazu möchte ich gerne zwei weitere Beispiele beisteuern, die mir im Ebay-Shop von Dr. Fischer ins Auge gestochen sind und die der Sammlerschaft helfen sollen ihr Gesamtbild über Dr. Fischer weiter zu vervollständigen.

Bei dem ersten Beispiel handelt es sich um eine postfrische Nr. 189, die als "tadellos" für 55,- EUR angepriesen wird.

https://www.ebay.de/itm/7398-Bundesrepu ... 1438.l2649

189 kurze Zähne.jpg
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Offensichtlich besitzt Dr. Fischer eine andere Definition des Attributes "tadellos". Ich zumindest sehe links unten mehrere sehr kurze Zähne, die aus der Marke eine II. oder gar III. Wahl machen machen. Mit "tadellos" hat das wirklich nichts zu tun, zumal eben diese Marke zuhauf in tatsächlich perfektem Zustand bei Ebay verfügbar ist.

Bei dem zweiten Beispiel handelt es sich um einen gestempelten 4er-Block der Nr. 264 auf Briefstück, der für scheinbar günstige 65,- EUR einen neuen Besitzer sucht. Auch dieses Angebot wird als "tadellos" beworben.

https://www.ebay.de/itm/21437-Bundesrep ... SwX8da4L71

Nr. 264.jpg
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Beim genauen Hinsehen weist die Einheit jedoch einige Merkwürdigkeiten auf. Zum einen wurde die EInheit offensichtlich nachträglich auf das Briefstück aufgebracht. Die Bleistiftmarkierungen und die weisslichen Kleberreste rund um die Einheit sind hierfür starke Indizien. Zudem ist zumindest das obere Paar in der senkrechten Zähnung aufgetrennt. Eigentlich ist das ein Killerkriterium für Viererblocksammler.
Es ist daher naheliegend, dass der angetrennte Vierer - um ihn kommerziell noch verwerten zu können - auf ein Briefstück aufgeleimt wurde. Wenn man den Scan speichert und etwas vergrößert, kann man zudem gut erkennen, wie der "Manipulateur" die senkrechte Zähnung sorgfältig mit etwas Kleber "stabilisiert" hat. Zurückgeblieben sind auf dem Papier die Reibespuren des Fingers, der speziell im unteren Bereich auch die Stempelfarbe etwas verwischt hat.

Auch bei diesem Beispiel lässt sich feststellen, dass das Angebot weit entfernt ist von einem Zustand, den man gemeinhin als "tadellos" bezeichnen würde.

Und für alle, die nun genau wissen wollen was "tadellos" tatsächlich bedeutet, empfehle ich einen Klick auf https://www.duden.de/rechtschreibung/tadellos
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Re: Erfahrungen mit dem Auktionshaus Dr. Fischer

Beitragvon silversurfer » Freitag 25. Mai 2018, 16:23

Jeder versucht halt aus dem Kuchen der "dummen Sammler" sich ein möglichst großes Stück herauszuschneiden. Da die Scans bei Fischer allerdings sehr groß und aussagekräftig sind (was bei vielen Händlern nicht selbstverständlich ist), ist jeder Bieter selbst verantwortlich wenn er hier klickt.
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