Millionen-Diebstahl im "Bonner Postarchiv"

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Re: Millionen-Diebstahl im "Bonner Postarchiv"

Beitragvon Kontrollratjunkie » Samstag 14. April 2018, 10:21

In der Deutschen Briefmarken Zeitung (DBZ) wurde in der aktuellen Ausgabe Nr. 9 / 2018 vom 13.04.2018 der folgende sehr kleine Artikel veröffentlicht:


Falls es jemandem noch nicht bekannt sein sollte, hinter dem Autorenkürzel "tb" verbirgt sich der Chefredakteur Torsten Berndt.

Ungern möchte ich hier wieder Öl in das bereits lichterloh brennende Feuer gießen, aber hier wird einmal mehr eine Spekulation veröffentlicht, die mir die Haare zu Berge stehen lassen.
Woher stammt die Information, dass es in der ARGE Bezirkshandstempel interne Streitigkeiten gibt ? Sollen hier öffentlich Verantwortlichkeiten verschoben werden ? Handelt es sich hier um eine bewusst geworfene Nebelkerze, die andere Vorkommnisse verschleiern soll ?
Und das alles unter der Prämisse, dass im direkt folgenden Satz dringend angeraten wird, "die Ermittlungsergebnisse der StA Bonn abzuwarten". Gilt das nicht für Herrn Berndt ? Oder ist er Mitglied der ARGE Bezirkshandstempel und offiziell autorisiert, ARGEinterne Auseinandersetzungen in die Öffentlichkeit zu tragen ?
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Re: Millionen-Diebstahl im "Bonner Postarchiv"

Beitragvon Praktiker » Samstag 14. April 2018, 11:01

Das Muster von Berndt ist das gleiche wie von Maaaßen. Erst wird gefordert die Diskussion zu beenden,

"sollten alle die Ermittlungsergebnisse abwarten"


bis die Staatsanwaltschaft "ihre Arbeit gemacht hat".

Gleichzeitig werden alternative Fakten

... da auch interne Streitigkeiten innerhalb der ARGE eine Rolle spielen könnten ..."


in die Welt gesetzt.

Oder verkürzt: "Mund halten, spekulieren dürfen nur wir. Und im Übrigen sagen wir euch schon rechtzeitig was ihr zu glauben habt".

Ein übles Spiel das die "Fachpresse" hier mit der Philatelie treibt.
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Re: Millionen-Diebstahl im "Bonner Postarchiv"

Beitragvon silversurfer » Dienstag 17. April 2018, 17:53

Praktiker hat geschrieben:Ein übles Spiel das die "Fachpresse" hier mit der Philatelie treibt.


Ich denke mal dass jedes Informationsmedium das genauso oder ähnlich macht. Natürlich versucht man mit seiner Meinung immer auch eine gewisse Deutungshoheit über die Ereignisse zu erlangen.
Dass ist auch hier im Forum nicht anders, wenn man den Ausgangsbeitrag der Redaktion liest, dem an anderer Stelle in Teilen wiederum heftig widersprochen wird (und umgekehrt).
Der Unterschied liegt m.E. in der Qualität der Nachricht, die maßgeblich die Glaubwürdigkeit des Mediums in der Außenwirkung definiert. Bisher war die Quote im Bund-Forum dazu ganz gut. Wie die Dinge in diesem Fall liegen, weiß man allerdings erst nach einem Urteil.
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Strafanzeige und Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Dr. Hahn

Beitragvon Redaktion » Freitag 20. April 2018, 12:24

Aus zuverlässiger Quelle können wir nunmehr bestätigen, dass bei der Staatsanwaltschaft Bonn eine Strafanzeige und eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Leiter des Postarchivs Dr. Hahn eingegangen sind.

Nach Ansicht des Anzeigenerstellers sei Dr. Hahn seinen Aufsichtspflichten nicht in ausreichendem Maße nachgekommen, um den offensichtlichen Diebstahl von Briefmarken aus dem Postarchiv zu verhindern.
Für Hinweise und Rückfragen erreichen sie das Redaktionsteam unter redaktion@bund-forum.de
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Re: Millionen-Diebstahl im "Bonner Postarchiv"

Beitragvon Kontrollratjunkie » Mittwoch 25. April 2018, 21:17

In der aktuellen "Philatelie" vom Mai 2018 wurde der folgende Artikel veröffentlicht.
Der Autor Udo Angerstein ist der aktuelle Chefredakteur der "Philatelie".

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Angerstein strikes back

Beitragvon MarkusZech » Donnerstag 26. April 2018, 14:46

Udo Angerstein hat wieder mal zum Rundumschlag ausgeholt. Der Mann, der sich gerne auch mal mit fragwürdigen Gestalten der Philatelieszene ablichten lässt, wie z.B. dem kürzlich wegen Abschreibens einer redaktionellen Meldung des Bund-Forums abgemahnten Richard Ebert oder dem einschlägig bekannten Forenstänkerer "dr_moeller_neuss"

Bild 1

oder der gar als Jesus-Kopie "mysteriöse Getränke" zu sich nimmt,

Bild 2

nutzt nun das BDPh-Verbandsorgan "Philatelie" um seine Meinung zu den Geschehnissen rund um den Diebstahl im Postarchiv Bonn kundzutun.

Dass Angerstein sich dabei in der These versteigt "Spekulationen und Verschwörungstheorien seien im Internet ja nicht eben unüblich", sei Angerstein als Vertreter des Print- und Meinungsmonopolisten Philapress (DBZ, Briefmarkenspiegel, Philatelie) ja noch verziehen. Die alleinige Wahrheit gibt es eben nur auf gedrucktem Papier, wenn man als Chefredakteur bei eben diesem Unternehmen seinen Broterwerb bestreitet.

Angerstein verfügt als ehemaliger Agitator der linken Berliner TAZ zudem über einen umfassenden eigenen Erfahrungshintergrund im Verbreiten von "Spekulationen und Verschwörungstheorien" und ist damit natürlich auch im "Totschlagen" unerwünschter Medienformate wie dem Bund-Forum geübt.

Was ich Angerstein aber wirklich übel nehme, sind die larmoyanten "Sidekicks" gegen den BPP, der ganz maßgeblich dafür gesorgt hat, dass Dr. S. aus O. nicht noch immer im Postarchiv unterwegs ist und weiterhin ungestört Kulturgüter schändet.

Inhaltlich bleibt Angerstein dem Leser in seinem Aufmacher zudem vieles schuldig: So fehlt sowohl der Hinweis auf die Strafanzeige gegen Dr. Hahn, die der StA Bonn vorliegt, als auch einer auf die Dienstaufsichtsbeschwerde bei der Museumsstiftung Post und Telekommunikation (verantwortlich ist der Stiftungskurator Dr. Helmut Gold) und der Hinweis , dass es sich bei dem "nicht involvierten" Sachverständigen um Armin Hölzer handelt.

Die Wahrheit ist eben doch nur ein Dienstbote der eigenen Interessen. Hier spannt sich der Bogen von der TAZ zu Philapress.
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Re: Millionen-Diebstahl im "Bonner Postarchiv"

Beitragvon ZD-Fan » Freitag 27. April 2018, 11:54

Wenn der Fall vor Gericht entschieden wurde, wird eine der Parteien mächtig Kreide fressen müssen.
Entweder ist es die "philatelistische EInheitsfront" mit Maassen, Berndt und Angerstein samt Lakeien oder der BPP und das Bund-Forum. Bis es soweit ist, heißt es Geduld haben. Ich habe da vollstes Vertrauen in die Justiz.
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Re: Angerstein strikes back

Beitragvon saarland-sammler » Montag 30. April 2018, 19:01

MarkusZech hat geschrieben:Was ich Angerstein aber wirklich übel nehme, sind die larmoyanten "Sidekicks" gegen den BPP, der ganz maßgeblich dafür gesorgt hat, dass Dr. S. aus O. nicht noch immer im Postarchiv unterwegs ist und weiterhin ungestört Kulturgüter schändet.


Unabhängig davon wer, wann, was, wo und in welchem Umfang und Wert geklaut hat oder auch nicht, war es absolut richtig, dass der BPP diesen mehr als merkwürdigen Vorfall aus dem Dunkel des Postarchivs an das helle Licht der Öffentlichkeit gebracht hat. Dafür könnten die Medien und auch die Verbände ruhig mal "Danke" sagen. Leider kommt da nichts. Das finde ich sehr schade :(
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Re: Angerstein strikes back

Beitragvon Oberndörfer » Mittwoch 2. Mai 2018, 18:10

saarland-sammler hat geschrieben:Unabhängig davon wer, wann, was, wo und in welchem Umfang und Wert geklaut hat oder auch nicht, war es absolut richtig, dass der BPP diesen mehr als merkwürdigen Vorfall aus dem Dunkel des Postarchivs an das helle Licht der Öffentlichkeit gebracht hat. Dafür könnten die Medien und auch die Verbände ruhig mal "Danke" sagen. Leider kommt da nichts. Das finde ich sehr schade :(


Aufklärer haben in der Philatelie ein schweres Leben. Zu tief sind Sumpf und Morast, den das Netzwerk der arrivierten Akteure über Jahrzehnte geschaffen haben. Und schließlich ist es einer der ihrigen, dem hier Ungeheuerliches vorgeworfen wird. Die Sympathien sind da klar verteilt.
Ich würde mich gar nicht wundern, wenn Dr. Böheim und Dr. Kalb am Ende noch als die Bösen dargestellt werden.
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Re: Angerstein strikes back

Beitragvon Privatpostfan » Dienstag 8. Mai 2018, 15:20

MarkusZech hat geschrieben:Angerstein verfügt als ehemaliger Agitator der linken Berliner TAZ zudem über einen umfassenden eigenen Erfahrungshintergrund im Verbreiten von "Spekulationen und Verschwörungstheorien" und ist damit natürlich auch im "Totschlagen" unerwünschter Medienformate wie dem Bund-Forum geübt.


"Im Totschlagen unerwünschter Konkurrenz" ist Angerstein allerdings nicht der einzige. Ich habe es auch auf der Messe in Essen an mancher Stelle bemerkt, dass man das Bund-Forum für sich und sein eigenes oftmals fragwürdiges Geschäftsmodell als Bedrohung wahrnimmt und daher finsterste Gerüchte über das Bund-Forum in die Welt setzt. Eigentlich ist das aber ein Grund für die hiesigen Betreiber ziemlich stolz zu sein. Nur ein getroffener Hund bellt.
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Re: Millionen-Diebstahl im "Bonner Postarchiv"

Beitragvon Horst » Mittwoch 8. August 2018, 13:09

Praktiker hat geschrieben:Was mich verblüfft ist das Dr. Sommerfeld auf der Webseite der Arbeitsgemeinschaft immer noch als 1. Vorsitzender geführt wird.


Mittlerweile hat die ArGe Bezirksstempelaufdrucke den Namen ihres ehemaligen 1. Vorseitzenden Dr. Sommerfeld von ihrer Seite entfernt.

http://bezirksstempelaufdrucke.de/impressum/

www.bezirksstempelaufdrucke.de.jpg
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Re: Millionen-Diebstahl im "Bonner Postarchiv"

Beitragvon thomas » Mittwoch 8. August 2018, 13:58

Die DBZ macht immer noch fleißig Werbung für Sommerfeld. Geld stinkt bekanntlich ja nicht. Und über die Verbindungen zwischen Berndt, dem Chefredakteur der DBZ und Sommerfeld wurde ja schon hinreichend spekuliert.

https://www.deutsche-briefmarken-zeitun ... hilatelie/

Die verlinkte Webseite der Firma von Sommerfeld http://www.cdsphilatelie.de ist jedenfalls mausetot. Hat da etwa jemand noch rechtzeitig "aufgeräumt"?
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Re: Millionen-Diebstahl im "Bonner Postarchiv"

Beitragvon MarkusZech » Mittwoch 8. August 2018, 14:47

Lustig, gestern musste ich noch an diesen Fall denken und was aus den Ermittlungen wohl mittlerweile geworden ist, und heute springt mich dieser Thread wieder an ;)

Wurde in diesem Fall mittlerweile Klage erhoben?





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Re: Millionen-Diebstahl im "Bonner Postarchiv"

Beitragvon DDR-Sammler » Donnerstag 9. August 2018, 16:35

MarkusZech hat geschrieben:Wurde in diesem Fall mittlerweile Klage erhoben?


Von einer normalerweise immer ziemlich gut informierten Quelle aus Verbandskreisen wurde mir zugetragen, dass die Staatsanwaltschaft von einer Klageerhebung gegen Dr. S. absieht, sofern dieser die entwendeten Briefmarken wieder an das Postarchiv übergibt. Zudem soll noch eine "Geldstrafe" an eine gemeinnützige Stiftung im Gespräch sein.
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Re: Millionen-Diebstahl im "Bonner Postarchiv"

Beitragvon Max und Moritz » Donnerstag 9. August 2018, 20:16

Das ist für mich im erwartbaren Rahmen. Das es zu keinem aufsehenerregenden Prozess kommt, war irgendwie klar.
Der Täter kann den Vermögensschaden gegenüber dem Eigentümer Bund auf null bringen, indem er die Marken zurückgibt. Die Tatsache der Kulturschändung wird durch die Geldstrafe mit abgedeckt.
Interessant wäre nur, ob es mehr als 90 Tagessätze werden („vorbestraft“).
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