Hat sich VP widerrechtlich Eigentum der DPAG angeeignet?

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Hat sich VP widerrechtlich Eigentum der DPAG angeeignet?

Beitragvon Praktiker » Dienstag 15. Mai 2018, 10:46

Auf der kürzlich stattgefundenen Briefmarkenmesse in Essen konnte ich es nicht vermeiden am Stand des VP vorbeizulaufen. Dabei sind mir zwei Dinge aufgefallen.

Erstens, war an dem Stand des VP, im Gegensatz zu dem stark frequentierten Stand des BPP, praktisch nichts los.

Außer den einschlägig bekannten Personen aus dem Bereich des "alternativen Prüferwesens" (Bild 2 zeigt exemplarisch die Herren Stastny und Nagler) machten die meisten Sammler erwartungsgemäß einen großen Bogen um den Stand des VP.

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Zweitens, scheint sich der VP einer größeren Anzahl an Transportkisten der Deutschen Post AG bemächtigt zu haben und zweckentfremdet diese für eigene Zwecke. Da es sich bei den Kisten um das Eigentum der DPAG handelt, kann ich mir gut vorstellen, dass die Post nicht besonders begeistert ist, dass sich Dritte diese Transportkisten unter den Nagel reißen. Aber seht selbst.

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Re: Hat sich VP widerrechtlich Eigentum der DPAG angeeignet?

Beitragvon th1975 » Dienstag 15. Mai 2018, 12:02

Praktiker hat geschrieben:Zweitens, scheint sich der VP einer größeren Anzahl an Transportkisten der Deutschen Post AG bemächtigt zu haben und zweckentfremdet diese für eigene Zwecke. Da es sich bei den Kisten um das Eigentum der DPAG handelt, kann ich mir gut vorstellen, dass die Post nicht besonders begeistert ist, dass sich Dritte diese Transportkisten unter den Nagel reißen.


Deine Fingerübungen in Sachen "Political Correctness" in allen Ehren, aber früher bezeichnete man das was du da schilderst als gewöhnlichen Diebstahl. Und ja, wer in der Vergangenheit Marken aus Prüfsendungen unterschlagen hat, dem ist ohne weiteres auch zuzutrauen, dass er der Post diese Boxen klaut.
Wer mein ganz neues Logo auch so cool findet wie ich, kopiert es einfach raus, nutzt es selber und teilt es weiter
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Re: Hat sich VP widerrechtlich Eigentum der DPAG angeeignet?

Beitragvon Privatpostfan » Dienstag 15. Mai 2018, 12:50

Diese Kisten könnte man ganz legal in grau und ohne Postschriftszug übrigens auch im Shop der Deutschen Post erwerben. Stückpreis zu 8,91 Euro.
https://shop.deutschepost.de/postbehaelter-typ-1-grau

Der Gesamtschaden bei 4 Boxen die ich auf den Bildern erkenne, beträgt daher knapp 36 Euro. Angesichts des mutmaßlichen Millionenschadens, den Prüfer des VP im Laufe der Jahre durch Fehlprüfungen auf Seiten der Sammler angerichtet haben, sind das Peanuts. Wir sollten uns also Wichtigerem zuwenden.
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Re: Hat sich VP widerrechtlich Eigentum der DPAG angeeignet?

Beitragvon Hammer » Dienstag 15. Mai 2018, 13:17

Praktiker hat geschrieben:Erstens, war an dem Stand des VP, im Gegensatz zu dem stark frequentierten Stand des BPP, praktisch nichts los.


Das kann ich aus eigener Anschauung bestätigen. Ich war am Freitag Nachmittag vor Ort. Der Stand war abgesehen von zwei oder drei Neugierigen, die um den Stand schlichen, verwaist.

Man sollte der Fairness halber aber nicht unerwähnt lassen, dass der Andrang bei der Messe meines Empfindens insgesamt deutlich geringer war wie die Vorjahre. Die Alten werden weniger und die Jungen gehen halt lieber woanders hin.

Praktiker hat geschrieben:Zweitens, scheint sich der VP einer größeren Anzahl an Transportkisten der Deutschen Post AG bemächtigt zu haben und zweckentfremdet diese für eigene Zwecke.


Beim VP muss wohl gespart werden ;)
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Re: Hat sich VP widerrechtlich Eigentum der DPAG angeeignet?

Beitragvon saarland-sammler » Dienstag 15. Mai 2018, 17:50

Privatpostfan hat geschrieben:Angesichts des mutmaßlichen Millionenschadens, den Prüfer des VP im Laufe der Jahre durch Fehlprüfungen auf Seiten der Sammler angerichtet haben, sind das Peanuts.


Da hast du sicher Recht. Als Saarland-Sammler habe ich leider schon mehrfach schlechte Erfahrungen mit Fr. Christine Ney gemacht und schon so manchen Euro in den Sand gesetzt. Und auf der Geschädigtenliste des VP stehe ich damit ganz sicher noch vor der Deutschen Post.
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Re: Hat sich VP widerrechtlich Eigentum der DPAG angeeignet?

Beitragvon Dauerserienfreund » Donnerstag 17. Mai 2018, 14:14

Auch wenn der VP sicherlich nicht die einzigen sind, die sich diese gelben Kisten aneignen, passt es irgendwie zum Bild dieses Vereins. Es scheint hier auch keinerlei Unrechtsbewusstsein zu existieren, wieso sonst stellt man die Kisten sichtbar in seinen Stand? Einfach nur unnötig und wieder einmal eine Steilvorlage für die VP-Kritiker :roll:
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Re: Hat sich VP widerrechtlich Eigentum der DPAG angeeignet?

Beitragvon Kontrollratjunkie » Donnerstag 17. Mai 2018, 17:33

Zunächst einmal vielen Dank an @Privatpostfan für den Link auf die Seite der Deutschen Post AG.

Nicht nur aus Interesse am Verfahren, sondern auch aus Gründen persönlichen Bedarfes habe ich mir einmal ein paar Kisten bestellt. Die ganze Aktion hat mich 10 Minuten gekostet und die Sache war erledigt. Ich warte gespannt auf die Lieferung, die bereits für den zweiten Tag nach Bestellung angekündigt ist.
Der Preis für diese stabilen und gut stapelbaren Kisten ist wahrlich nicht überzogen.

Nach meiner Ansicht gibt es also überhaupt keinen Grund, sich diese gelben Kisten irgendwo hinzustellen und Unmut zu provozieren. Die paar Euro kann wohl jeder entbehren.
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Re: Hat sich VP widerrechtlich Eigentum der DPAG angeeignet?

Beitragvon MarkusZech » Donnerstag 17. Mai 2018, 17:54

Dauerserienfreund hat geschrieben:... und wieder einmal eine Steilvorlage für die VP-Kritiker :roll:


So ist es.
Es ist mir shiceegal, wer dein Vater ist. Solange ich hier angle, wird nicht übers Wasser gelaufen.
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Re: Hat sich VP widerrechtlich Eigentum der DPAG angeeignet?

Beitragvon Plattenfehler » Donnerstag 17. Mai 2018, 18:31

In der Disziplin "maximal schlechter Außenwirkung" setzt der VP seit Jahren immer wieder neue Maßstäbe. Es passt also alles ins Bild, wie @Dauerserienfreund richtig bemerkt hat.
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Re: Hat sich VP widerrechtlich Eigentum der DPAG angeeignet?

Beitragvon philastefan83 » Freitag 18. Mai 2018, 22:05

Auch wenn man es nicht vermutet, findet die Deutsche Post den Diebstahl von Briefkisten (die kleinen), Großbriefkisten (die hohen) oder Warensendungskisten (die rechteckigen großen) nicht lustig. Daher steht auch "Eigentum der Deutschen Post" drauf. Solche Kisten werden mittlerweile nur noch bei Einlieferung einer Großmenge in entsprechender Stückzahl an die Kunden ausgegeben und auch genau diese Menge wieder abgeholt.
Aus guter Quelle weiß ich, dass aber tausende solcher Kisten jedes Jahr verschwinden und die Post sogar Personen einsetzt, um größere Mengen wiederzufinden, die sich tlws. in Scheunen verstecken usw. und natürlich gegen die Diebe vorgeht. Auch auf Flohmärkten sieht man oft gelbe Kisten, gegen die auch vorgegangen wird.
Wenn man diesen Diebstahl der Deutschen Post also meldet, kann ich mir gut vorstellen, dass hier nachgegangen wird. Schließlich summieren sich die Kisten am Ende des Jahres auf eine stattliche Summe - und die Post benötigt die Kisten. Intern wurden sogar schon zusätzlich rote Kisten angeschafft...
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Re: Hat sich VP widerrechtlich Eigentum der DPAG angeeignet?

Beitragvon bundsammler » Mittwoch 13. Juni 2018, 15:37

Privatpostfan hat geschrieben:Der Gesamtschaden bei 4 Boxen die ich auf den Bildern erkenne, beträgt daher knapp 36 Euro. Angesichts des mutmaßlichen Millionenschadens, den Prüfer des VP im Laufe der Jahre durch Fehlprüfungen auf Seiten der Sammler angerichtet haben, sind das Peanuts. Wir sollten uns also Wichtigerem zuwenden.


Das sehe ich genauso. Alleine der Schaden den Fr. Christine Ney durch Falschprüfungen angerichtet hat, dürfte für mehrere Güterzüge mit diesen Kisten genügen. Ich würde mich daher freuen, wenn man mehr in diese Richtung (Falschprüfungen) recherchieren würde, anstatt diesen Kleinstdiebstählen hinter her zu laufen.
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